Impfen
QuickHoney/ORF.at
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Coronavirus

Alle Infos zum Impfen in Kärnten

In Kärnten haben 37.324 Menschen die erste Teilimpfung erhalten, 16.094 haben bereits beide Impfungen (Stand 5.3.). Auf Anmeldeplattform sind 126.811 Menschen für die CoV-Impfung vorgemerkt. Am Wochenende mussten Impfungen mit einer bestimmten Charge von AstraZeneca abgesagt werden.

Die Österreichische Gesundheitskasse führte letzte Woche in ganz Kärnten rund 3.200 erste Teilimpfungen durch. Zudem erhielten 290 Personen in der Region Bleiburg ihre Vollimmunisierung. Am 6. und 7. März sollten in ganz Kärnten wieder rund 3.200 über 80-Jährige ihre erste Teilimpfung erhalten. Doch das war nicht überall möglich, denn vor allem in Klagenfurt war eine Charge von AstraZeneca in Gebrauch, die auch in Niederösterreich verimpft wurde. Tage nach der Impfung kam es zu einem bislang ungeklärten Todesfall – mehr dazu in Bund zieht Impf-Charge aus Verkehr.

Obwohl ein Zusammenhang laut Behörden unwahrscheinlich ist, wurde die Charge mit der Nummer ABV 5300 vom Bund zurückgerufen. Die Impftermine wurden abgesagt, teilweise standen Menschen in Klagenfurt aber auch vor verschlossenen Türen.

Wie es weitergeht, wurde noch nicht bekannt gegeben. Die AGES hat eine 24-Stunden-Hotline für Fragen eingerichtet

0800 555 621

Weitere Gruppen werden geimpft

Bis Ende März erfolgen die Impfungen des Gesundheitspersonals der Kategorie II, der mobilen Pflege sowie von Menschen mit Behinderung sowie von persönlichen Assistentinnen und Assistenten. Zum selben Zeitpunkt erhalten Hochrisikopatienten die ersten Impfungen, der Zeitraum dieser Gruppe wird bis hinein ins 2. Quartal prognostiziert. Mitte März starten die Impfungen für Kontaktpersonen von Schwangeren, für das Gesundheitspersonal der Kategorie III und IV sowie für die 24-Stunden-Betreuerinnen, für die Altersgruppe der 65- bis 79-Jährigen und für das Personal in Schulen, Kindergärten, Kinderbetreuungseinrichtungen, im Strafvollzug, in der Polizei und beim Bundesheer.

Impfstoffe zur Verfügung

Im ersten Quartal stehen Österreich 1,2 Millionen Impfdosen von BiontechPfizer und Moderna zur Verfügung, im zweiten Quartal werden es 3,5 Millionen Impfdosen sein. AstraZeneca liefert im 1. Quartal 780.000 Impfdosen und im 2. Quartal 3,7 Millionen. Ab Mai soll es genügend Impfstoffe für alle geben, die sich in Österreich für eine Covid-Schutzimpfung aussprechen. Personal des Roten Kreuz wird noch im Februar geimpft Bis zum Ende der Kalenderwoche 12 werden in Kärnten 38.500 Personen mit dem Biontech/Pifzer Impfstoff versorgt sein, 29.000 Menschen davon werden auch die zweite Teilimpfung haben.

Mit dem Moderna-Impfstoff werden rund 1.200 Personen in den großen Krankenhäusern in Kärnten geimpft sein. Von AstraZeneca kommen noch im 1. Quartal 17.000 Impfdosen nach Kärnten. Weitere Erleichterungen werden durch die Freigabe des Impfstoffes von Johnson & Johnson erwartet, die Zulassung wird mit Ende März erwartet.

Impfplan angepasst

Die Verteilung der verschiedenen Impfstoffe nach Altersgruppen wurde angepasst – mehr dazu in Impfplan gemäß Empfehlungen aktualisiert(österreich.ORF.at).

Impfplan nach Herstellern
Grafik: APA/ORF.at; Quelle: Statistik Austria

Neuer Impfplan des Bundes als .pdf

Impf-Vormerkplattform Kärnten online

Am 29. Jänner ging die Plattform online, über die man sich für die Coronavirus-Impfung vormerken kann. Man kann sich auch auf der Hotline 0800 220 330anmelden. Die bestehende Hotline des Landes unter der Nummer 050 536 53003 beantwortet alle Fragen zu CoV und zum Impfen. Geimpft werden können derzeit nur Personen ab 16 bzw. 18 Jahren, je nach Zulassung der Impfstoffe.

Mehr Teststraßen eröffnet

Neben Teststationen in allen Bezirksstädten werden zusätzliche fixe Teststraßen in Greifenburg, Obervellach, Kötschach-Mauthen und Patergassen angeboten. Damit sind es 25 Testlinien an zwölf Standorten, wo sich täglich bis zu 7.500 Menschen gratis und freiwillig auf CoV testen lassen können. Diese Tests stehen auch Besuchern von Altenwohn- und Pflegeheimen zur Verfügung. Anmeldungen unter 0800 220 330 oder online Österreich testet. Eine Anmeldung ist in jedem Fall erforderlich.

  • Liste der Apotheken, die Tests anbieten(null)(null)

Wer soll vorerst nicht geimpft werden

Informationen zum Impfstoff von Biontech/Pfizer und rund um das Impfen.

  • Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist aktuell keine Impfung vorgesehen.
  • Wer bereits schwere allergische Reaktionen hatte, sollte vorerst keine Impfung erhalten.
  • Schwangere sollten bis nach der Geburt mit der Impfung warten.
  • Stillende Mütter sollten bis zum Abstillen mit der Impfung warten.
  • An einer Infektion akut Erkrankte sollen bis zur Genesung von der Impfung zurückgestellt werden.

Neueste Info zu Schwangeren: Impfvorreiter Israel empfiehlt nun auch schwangeren Frauen, sich zu impfen, weil sie im Fall einer Erkrankung mit SARS-CoV-2 öfter Komplikationen erleben. In Österreich hat sich an den Vorgaben noch nichts geändert, Betroffene sollten mit ihrem Arzt sprechen.

Hotline 0800 555 621

Die Hotline des Bundes ist an sieben Tagen die Woche 24 Stunden besetzt. Auch auf der Seite des Sozialministeriumsgibt es Informationen.

Die neue Impfstrategie des Bundes

Phase 1

Die Phase 1 ist charakterisiert durch geringe Mengen an verfügbarem Impfstoff, komplexe Liefer- und Lagerbedingungen der verfügbaren Impfstoffe und einem daraus resultierenden Schwerpunkt der Impfungen auf institutionelle Settings. Es kommt vorwiegend der Impfstoff von BionTech/Pfizer und Moderna zum Einsatz.

Phase 1A

  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen
  • Personal in Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen mit und ohne Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern und Personen mit einer regelmäßigen Tätigkeit oder regelmäßigem Aufenthalt in Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen
  • Personen im Alter von ≥ 80 Jahren
  • Personal im Gesundheitsbereich der Kategorie I

Phase 1B

  • Personen (unabhängig vom Alter) mit Vorerkrankungen und besonders hohem Risiko, sofern institutionell erreichbar (z.B. über Tageskliniken, Dialysestationen).
  • Personal im Gesundheitsbereich der Kategorie II
  • Personal in der mobilen Pflege, Betreuung, Krankenpflege
  • Menschen mit Behinderung mit persönlicher Assistenz sowie deren persönliche Assistentinnen und Assistenten

Phase 2

Die Phase 2 ist charakterisiert durch eine in Bezug auf Menge und Logistik bessere Verfügbarkeit von Impfstoff, insbesondere auch von Astra Zeneca, wobei aber ein Ressourcenengpass im Bereich der Impfstellen auftreten kann. Beginn der Impfungen im niedergelassenen Bereich und lokalen Impfstellen. Die Priorisierung in Phase 2 erfolgt nach Alter und gesundheitlichen Risiken, beginnend mit der Gruppe der älteren Personen und Personen mit hohen gesundheitlichen Risiken sowie Ansteckungsrisiko.

  • Personen im Alter von 65-79 Jahren abgestuft nach Alter und gesundheitlichen Risiken
  • Personen unter 65 Jahren mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko gemäß der Covid-19-Risikogruppe-Verordnung sowie im Falle einer ausreichenden Verfügbarkeit in der Altersgruppe unter 65 Jahren Personen mit erhöhtem Risiko nach Priorisierung des Nationalen Impfgremiums bzw. deren engste Kontaktpersonen / Betreuungspersonal
  • Personen in 24h-Betreuung sowie deren Betreuungspersonen
  • Enge Kontaktpersonen von Schwangeren wegen des potentiell schweren Krankheitsverlaufes bei Schwangeren
  • Personal im Gesundheitsbereich der Kategorie III und IV
  • Personal in Schulen, Kindergärten, Kinderkrippen und Kinderbetreuungseinrichtungen
  • Ausgewählte Beschäftigte mit direktem Personenkontakt und erhöhtem Ansteckungsrisiko in Polizei, Strafvollzug, Bundesheer

Phase 3

Die Phase 3 kennzeichnet sich durch eine großflächige Impfstoffverfügbarkeit, wodurch eine breite Impfung der Bevölkerung begonnen werden kann.

Das Land gab am 12. Februar bekannt, dass Einsatzorganisationen beim Impfen schneller drankommen sollen, sofern Impfstoff vorhanden ist – mehr dazu in Imfpstart für Rettungsorganisationen.

Hotlines

  • Impfhotline des Bundes: 0800 555 621
  • Coronavirus-Hotline des Landes: 050 536 53003
  • Hotline für Schnelltestanmeldung ohne Symptome: 0800 220 330