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Chronik

Strenge Grenzkontrollen auch in Kärnten

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) kündigte vergangenes Wochenende an, dass es an den Grenzen zur Slowakei und Tschechien nun lückenlose Grenzkontrollen geben werde. Wir haben uns am Mittwoch an den Grenzen zwischen Kärnten, Italien und Slowenien umgeschaut. Und da zeigte sich: Es wird zumindest auf der Straße lückenlos kontrolliert.

Auf den ersten Blick wirkte der Bundesstraßen-Grenzübergang zwischen Thörl-Maglern und Tarvis beim Lokalaugenschein des ORF am Mittwoch verwaist. Doch auf den zweiten Blick waren dann doch Polizisten und Soldaten zu sehen. Vor allem Pendler waren am Mittwoch unterwegs. Einreisen ohne Quarantäne sind auch aus medizinischen Gründen oder bei Begräbnissen erlaubt.

Noch kein Fall von B.1.1.7 in Kärnten

Einreisekontrollen sollen Österreich und Kärnten auch so gut es geht vor der neuen Virusmutation B.1.1.7 schützen. Bisher wurde in Kärnten noch kein Fall mit einer Mutation bestätigt.

Ebenfalls rollen darf der Güterverkehr, er wird nur stichprobenartig kontrolliert, wie etwa auf der Autobahn bei Arnoldstein. Und dann wäre da noch der Wurzenpass. Hier waren am Mittwoch hauptsächlich Zigarettenkäufer anzutreffen. Der Duty Free Shop stellte direkt an der Grenze einen Stand auf. Zu Beginn der strikten Einreisebestimmungen am 19. Dezember mussten einige Zigarettenkäufer in Quarantäne, weil sie über die Grenze nach Slowenien zum Shop gefahren sind.

Bis zu 200 Quarantäne-Bescheide am Tag

Über die Weihnachtsfeiertage sind aber auch viele Österreicher, die Verwandte bei unseren südlichen Nachbarn hatten, über die Grenze gefahren. Die zehn Tage Quarantäne, mit Möglichkeit sich nach fünf Tagen freitesten zu lassen, nahmen sie in Kauf. Teilweise wurden pro Tag bis zu 200 Quarantäne-Bescheide an den Hauptgrenzübergängen in Thörl-Maglern und am Karawankentunnel ausgestellt, sagte die Bezirkshauptmannstellvertreterin von Villach Land, Nina Homar: „Seit 19. September bis einschließlich gestern wurden 45.000 einreisende Personen polizeilich angehalten. Etwa 3.700 Heimquarantäne-Formulare wurden ausgefolgt.“

Grenzkontrolle
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Strenge Kontrollen an den Grenzübergängen

Militär unterstützt Gesundheitsbehörden

Die Gesundheitsbehörden werden vom Militär unterstützt. Und so funktionieren mittlerweile die Kontrollen auch. Ob das aber noch lange so gehen kann, ist offen: „Nach Kenntnis der Behörde ist der Geltungsbereich der derzeitigen Verordnung abgesichert. Alles Weitere wird sich in Zukunft geben. Je nachdem, wie die Verordnung in derzeitiger Form aufrecht zu erhalten ist.“

Derzeit fahren auch einige Züge zwischen Italien und Kärnten. Diese werden aber nur stichprobenartig kontrolliert. Die Einreisekontrollen sollen Österreich und Kärnten auch so gut es geht vor der neuen Virusmutation B.1.1.7 schützen. Bisher wurde in Kärnten noch kein Fall mit einer Mutation bestätigt.