Traktor mit Baggerschaufel beim Schneeräumen
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Chronik

Schneeräumung: Unterstützung vom Land

Nachdem die vom starken Schneefall betroffenen Gemeinden in Oberkärnten schon seit längerem Unterstützung eingefordert haben, hat das Land am Freitag Hilfe zugesagt. Besonders betroffene Gemeinden sollen bei den Kosten für die Schneeräumung unterstützt werden.

Ende letzten Jahres waren Neuschneemassen von mehr als einem Meter Höhe in Teilen Oberkärntens keine Seltenheit. Nachdem bereits die Mindereinnahmen, ausgelöst durch das Coronavirus, große Löcher in die Gemeindekassen gerissen haben, schlagen sich nun die Kosten für die Schneeräumung gefühlt doppelt schwer zu Buche, hieß es am Freitag in einer Aussendung des Landes.

Höhe der Unterstützung steht noch nicht fest

Gemeindereferent Daniel Fellner (SPÖ) sagte, die überdurchschnittlich von den Schneefällen betroffenen Gemeinden sollen mit Mitteln aus dem Gemeindereferat bestmöglich unterstützt werden. „Derzeit wird von den Fachleuten in der Abteilung an einem Finanzierungsschlüssel gearbeitet. Sobald die Kosten für die Aufräumarbeiten in den einzelnen Gemeinden für das Jahr 2020 auf dem Tisch liegen, können wir weitere Schritte veranlassen. Sicher ist, es wird eine Förderschiene des Gemeindereferates für besonders betroffene Kommunen geben.“

Auch der Gemeindesprecher der ÖVP im Landtag Herbert Gaggl sagte, die enormen Schneemassen hätten die Kärntner Gemeinden vor große Herausforderungen gestellt. „Gerade jetzt brauchen die Gemeinden mehr denn je unsere volle Unterstützung. Hier zeigt sich, die Koalition arbeitet gemeinsam und konstruktiv für Kärnten und lässt niemanden im Stich.“

FPÖ: Land muss sämtliche Mehrkosten ersetzen

Die Kärntner FPÖ forderte in einer Aussendung, dass das Land den betroffenen Gemeinden insbesondere in Oberkärnten sämtliche entstandenen Mehrkosten aufgrund des Schneechaos der letzten Wochen ersetzen müsse. Die Regierungsmitglieder sollten miteinander arbeiten und alle ihre Möglichkeiten zur Unterstützung der Gemeinden ausloten, sagte FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann.

Es sei positiv, dass nun „wenigstens eine vage Zusage für Hilfe“ getätigt worden sei, sagte FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann. „Im Sinne der Gemeinden ist es jedoch dringend notwendig, ehestmöglich eine konkrete zahlenmäßige Zusage zu erhalten, um eine Planbarkeit für die Gemeindefinanzen herzustellen.“ In manchen Gemeinden seien die budgetierten Kosten für die Schneeräumung bis zum Dreifachen überschritten worden.