Ein Güterzug der ÖBB in Fahrt
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Chronik

Bahnlärmuntersuchung für Klagenfurt fertig

Nach drei Jahren liegen nun die Ergebnisse einer Bahnlärmuntersuchung vor, die die Stadt Klagenfurt gemeinsam mit Land Kärnten und den ÖBB in Auftrag gegeben hat. Nun sollen ergänzende Maßnahmen zur Minderung des Bahnlärms gesetzt werden.

Um 130.000 Euro untersuchte das Krumpendorfer Büro Pabinger, wie der Bahnlärm im Westen von Klagenfurt verringert werden kann und ob mit der Öffnung der Koralmstrecke mehr Lärm von den als besonders laut empfundenen Güterzügen zu erwarten ist. Die ÖBB erstellten das Gutachten gemeinsam mit dem Land und der Stadt Klagenfurt.

Problematische Situation im Westen

Der zuständige Stadtrat Frank Frey (Grüne) sagte am Mittwoch, er sei froh, dass Klagenfurt jetzt das habe, was sich die Bahnanrainer zwischen Klagenfurt und Velden wünschen, nämlich eine Eisenbahnlärm-Bestandsaufnahme. Die Untersuchung zeige, dass vom Hauptbahnhof nach Grafenstein und nach Maria Saal viel getan worden sei. Problematisch sei der Westen, vom Hauptbahnhof bis zum Wörthersee. Die Brücke über die Villacher Straße in Klagenfurt sei wie ein Geigenkasten und verstärke den Lärm der jetzt 77 Güterzüge pro Tag zusätzlich. Hier müssten Gummipuffer eingebaut werden, sagte Frey. Einen Termin dafür ließ er offen, das müsse noch mit der Bahn besprochen werden.

Beim Friedlstrand auf Höhe des Strandbades seien drei weitere Lärmschutzwände geplant. In der Stadt bei Waidmannsdorf sollen einige Lärmschutzwände um einen Meter erhöht werden. Bis zum Jahr 2024 würden hier zwar noch weitere 20 Güterzüge pro Tag fahren, sagte Zivilingenieur Peter Pabinger, diese Züge seien aber leisere, nämlich laut EU-Richtlinie nur noch lärmarme Güterzüge. Alleine diese Veränderung würde den Bahnlärm entlang der Strecke deutlich hör- und spürbar verringern, sagte Pabinger, technisch gesprochen um zwei bis sieben Dezibel.