Coronavirus

Feuerwehren für Massentests gerüstet

Am 5. Dezember beginnen die CoV-Massentests bei den Lehrern und der Polizei, eine Woche später für alle Kärntner, die sich testen lassen wollen. Eine wichtige Rolle haben die Feuerwehren, sie sollen in allen 132 Gemeinden bei den Tests assistieren.

Die Vorbereitungen für die Testungen laufen bei allen Organisationen, die mitwirken: Behörden, Rotes Kreuz, Bundesheer und auch bei den Feuerwehren. Sie sind mit rund 20.000 Mitgliedern. die stärkste Blaulichtorganisation. Sie sind aufgerufen, in allen 132 Gemeinden Assistenzleistung bei den Massentests sicher zustellen, sagte Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin.

Keine medizinischen Tätigkeiten

Die Assistenzleistung umfasse gewisse Aufbauarbeiten, logistische Arbeiten, Ordnerdienste bis administrative Tätigkeiten: „Klar definiert ist, dass wir keine medizinischen Tätigkeiten durchführen werden. Aber wir werden Schutzbekleidung und Testkits von den zentralen Stellen in die Gemeinden transportieren“, so Robin.

Da die Tests an den Wochenenden stattfinden, rechnet Robin nicht damit, dass möglicherweise zu wenig Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Auch was die Sicherheit betrifft, hätten die Feuerwehrleute bereits Übung, da sie seit Ausbruch der Krise mithalfen.

Extra Abgeltung angedacht

Ein anderes Thema seien die Finanzen, sagte Robin: „Bei den finanziellen Abgeltungen sind auch die Assistenzleistung im Paragraph 1 des Landesfeuerwehrgesetzes geregelt. Aber es ist auch angedacht, dass die Kräfte, die hier im Assistenzeinsatz stehen, finanziell unterstützt bzw. entlastet werden.“ Noch tagt das Gremium, das alle Organisationen rund um die Massentests koordiniert. Erst dann wird feststehen, wie viele der 25.000 Feuerwehrleute tatsächlich gebraucht werden.

Das Land sucht unterdessen noch nach 300 medizinisch geschulten Personen, die bei der Abnahme der Proben und Auswertung der Tests helfen – mehr dazu in 300 Mitarbeiter für Massentests gesucht.

FPÖ für Abgeltung der Leistung

FPÖ-Obmann Gernot Darmann sagte in einer Aussendung, er fordere einen fairen Umgang mit den Freiwilligen Feuerwehrleuten. Wenn sie bei den Massentestungen mithelfen sollen, sei das Mindeste eine Einbindung der Feuerwehren und deren Heimatgemeinden bei der Planung sowie ein respektvoller Umgang mit ihnen. Außerdem müsse es zu einer finanziellen Abgeltung kommen. Wenn das Rote Kreuz und das Bundesheer ihre Leistungen mit der Republik abrechnen dürfen, dann haben auch die die Feuerwehren eine entsprechende finanzielle Unterstützung garantiert zu bekommen, so Darmann.