Gesundheit

Spitäler stocken Covid-19-Betten auf

In Kärnten sind bereits etwa 80 Prozent der für Covid-19-Patienten reservierten Betten ausgelastet. Die Kapazitäten werden nun um weitere 100 Betten aufgestockt und planbare Operationen schrittweise verschoben, sagte der Bettenkoordinator des Landes, Jörg Weber.

Von 371 für Coronavirus-Patienten vorgesehenen stationären Betten waren in den Kärntner Spitälern am Freitag 252 belegt, auf der Intensivstation 22 von 40. Mit Blick auf die jüngsten Infektionszahlen sagte der Covid-Bettenkoordinator des Landes, Primarius Jörg Weber: „So gesehen muss man davon ausgehen, dass es noch mehr wird. Ich würde nicht sagen ernst, aber es ist sicher eine angespannte Situation.“

OPs werden verschoben

Der dreistufige Notfallplan des Landes wird nun um zwei Stufen erweitert, das heißt, zusätzliche Kapazitäten freigemacht – mehr dazu in Operationen werden zurückgefahren. Stufe vier zeigt 100 Betten mehr, Stufe 5 sei ein Notfallbetrieb: „Der muss unter bestimmen Prämissen stattfinden. Auf der einen Seite müssen wir Covid-Patienten versorgen, andererseits dürfen wir andere nötige Versorgungsleistungen nicht gefährden. Da gehört die ganze Notfallversorgung dazu oder auch die Tumortherapie etc.“

Dafür müssen planbare Operationen an Patienten mit nicht lebensbedrohlichen Beschwerden schrittweise nach hinten verschoben werden, so Weber. Wenn man frage wielange sie verschoben werden, könne man das heute nicht sagen. Das hänge auch vom Verlauf der Pandemie ab. „Wir haben aber beim ersten Lockdown gezeigt, dass man das relativ rasch nachholen kann“, sagte Weber.

„Krankenhaus bei Beschwerden nicht meiden“

An Menschen mit akuten Beschwerden appelliert Weber das Krankenhaus nicht aus Sorge vor Ansteckungen zu meiden. Dafür gebe es keinen Grund. Mit akuten Beschwerden soll man ins Spital gehen. Gleichzeitig appelliert Weber, Covid-19 sehr ernst zu nehmen. Momentan häufen sich Infektionen bei Unter-40-Jährigen, der derzeit jüngste Spitalspatient ist 38 Jahre alt. Oberstes Ziel sei es, diese Krankheit zu vermeiden und den Hygienerichtlinien zu folgen. „Jeder Patient weniger ist für uns alle ein Vorteil.“