Tische in einem Schanigarten aufgenommen am Montag, 2. November 2020, in Wien
APA/HERBERT NEUBAUER
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Coronavirus

Neuer Lockdown: Was erlaubt ist

Seit Mitternacht befindet sich ganz Österreich im Lockdown. Zehn Tage lang gelten Ausgangsbeschränkungen zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr. Die eigenen vier Wände sollte man in dieser Zeit nur im Ausnahmefall verlassen.

Gründe, während der Ausgangsbeschränkung das Haus oder die Wohnung zu verlassen sind: Die Deckung der Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, zum Arbeiten und für Ausbildungszwecke, für den Aufenhalt im Freien, zur Betreuung und Hilfe für unterstützungsbedürftige Personen sowie zur Ausübung familiärer Rechte und Erfüllung familiärer Pflichten.

Abstand und Mund-Nasen-Schutz

An allen öffentlichen Orten muss der Abstand von mindestens einem Meter zu haushaltsfremden Personen eingehalten werden. In öffentlichen, geschlossenen Räumen muss zusätzlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. So gut wie jedes Freizeitvergnügen wird geschlossen: Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbäder oder Fitnessstudios.

Besuche in Alten- und Pflegeheimen sind bis 17. November nur alle zwei Tage erlaubt. Pro Tag darf jeder Bewohner maximal von einer Person Besuch bekommen. Besucher müssen entweder einen negativen Covid-19-Test vorweisen oder eine Atemschutzmaske tragen.

Handel und Dienstleistungsbetriebe offen

Im Gegensatz zum ersten Lockdown im Frühjahr bleiben jedoch der Handel und sämtliche Dienstleistungsbetriebe geöffnet. Auf den Friseurbesuch oder die Behandlung bei der Kosmetikerin muss also diesmal niemand verzichten. Auch die Altstoffsammelzentren bleiben offen – falls wieder jemand die Gelegenheit zum Entrümpeln nutzen möchte.

Die Geschäfte schließen eine Stunde vor Beginn der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen, also schon um 19.00 Uhr. Auf eine entsprechende Öffnungszeitenregelung einigten sich Gewerkschaft und Wirtschaftskammer am Montag.

Gasthäuser setzen auf Lieferservice

Gasthäuser bleiben zwar für die Bewirtung geschlossen, aber Essen darf man sich abholen oder es sich liefern lassen. Wer in den nächsten vier Wochen geschäftlich unterwegs sein und außer Haus schlafen muss, sollte zumindest keine Probleme haben, ein Hotelzimmer zu finden. Für Geschäftsreisende bleiben Beherbergungsbetriebe – anders als für Touristen – offen.

Sport mit Abstand erlaubt

Auch in die Schule oder in den Kindergarten könne die Kinder gehen – vor der Krise hätten das zwar als Vorteil genannt, der erste Lockdown hat aber gezeigt, dass die Schule ein wichtiger Treffpunkt und auch ein zentraler Lebensraum für Kinder und Jugendliche ist.

Sporteln im Freien ist – mit Abstand – ebenfalls erlaubt, die Breitensport-Dachverbände haben außerdem angekündigt, ihr digitales Bewegungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wieder hochfahren zu wollen. Ein weiteres Trostpflaster: Profisport bleibt erlaubt, Fußballspiele oder Eishockey kann man also im Fernsehen oder im Radio weiterhin mit verfolgen. Und auch wenn Freizeit und Kulturbetriebe geschlossen bleiben müssen, in die Bibliothek zum Ausborgen von Büchern darf man auch weiterhin gehen. Auch Parks bleiben geöffnet.