Coronavirus

CoV: Lehrer fordern Sicherheitspaket

Nach dem Verkünden des neuerlichen Lockdowns und der Mitteilung, dass Kindergärten und Pflichtschulen offen bleiben sollen, fordern die Pflichtschullehrer Maßnahmen wie Schichtbetrieb, kleinere Gruppen, Trennwände und FFP2-Masken.

In einer gemeinsamen Aussendung von Lehrervertretern verschiedener Bundesländer hieß es, die Bundesregierung komme ihrer dienstgeberischen Obsorge gegenüber 12.000 Lehrkräften nicht nach. Der burgenländische Vertreter Christoph Windisch fordert Schichtbetrieb, Verdünnung, kleinere Gruppen entsprechend den schulautonomen Voraussetzungen, Mund-Nasen-Schutz während des Unterrichts bei Ampelfarbe Rot und Zustimmung des Schulkrisenteams, FFP2-Maskenangebot für alle und Plexiglas-Trennwände in den Direktionen.

Kärnten für Klassenteilungen

Stefan Sandrieser, Kärntens GÖD-Vorsitzender, drängt auch auf mehr Personal. Es sei seiner Ansicht nach für Klassenteilungen und die Vertretungsleistungen infolge von coronavirus-bedingten Abwesenheiten von Lehrerinnen und Lehrern ein Muss für die Aufrechterhaltung der Schulqualität. Wichtig sei, dass die Schulen nicht zu Herden werden, so Sandrieser.

Beim ersten Lockdown habe man schon gesehen, dass eine Schließung von Schulen schwierig sei. Man sei sich der Verantwortung für Bildung und Betreuung bewusst. Unter gewissen Rahmenbedingungen sehe man es positiv, dass die Schulen diesmal offen bleiben.

Vertrauen der Eltern erhalten

„Die Umsetzung aller Vorschläge ist umso wichtiger, um angesichts der steigenden Infektionszahlen das Vertrauen der Eltern in den Schulbesuch ihrer Kinder aufrecht zu erhalten und auch die Pädagogen zu schützen“, sagte Sandrieser.

Nicht so vereinbart

Bildungsdirektor Robert Klinglmair sagte am Sonntag, man habe am Freitag noch mit dem Bildungsministerium festgelegt, dass man trotz roter Bezirksampel vereinbart, dass die Schulen auf gelb bleiben und auch die Oberstufen, Fachschulen und Berufsschulen nicht ins Distance-Learning schicke. Dies sei einen Tag später geändert worden.

Ausnahmen seien möglich, zum Beispiel in Abschlussklassen für die Prüfungsvorbereitung und beim Praxisunterricht. Hier könnten Kleingruppen an den Schulen möglich sein.