Sperre Villacher Alpenstraße Dobratsch
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Umwelt

Bei GTI-Alarm wird Dobratschstraße gesperrt

Bei dem inoffiziellen GTI-Treffen vor zwei Wochen sind viele Teilnehmer auch auf den Dobratsch gefahren. Auf den Parkplätzen im Wasserschutzgebiet wurde „Gummi-Gummi“ gegeben, es kam zu Lärm und Vekehrsübertretungen. Die Stadt Villach zieht Konsequenzen: Bei Bedarf wird die Alpenstraße gesperrt.

Gemeinsam mit Geschäftsführer Johannes Hörl von der Großglockner Hochalpenstraßen AG, zu der auch die Alpenstraße auf den Dobratsch gehört, wurden Vorgangsweisen bei weiteren „Tuningtreffen“ im Naturpark Dobratsch erarbeitet. Das GTI- und Tuningtreffen habe eine beispiellose Welle an Verkehrsübertretungen, Lärm und Gesundheitsgefährdungen durch Rasen, Abgase und zusätzlich das Nichteinhalten von Coronavirus-Regeln gebracht, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Bereits im Winter werde man bei drohender Gefahr durch solche Treffen die Straße auch tageweise sperren. Dann werde man nur noch den Naturpark-Bus auf den Berg fahren lassen.

Resolution an Ministerin

In der Aussendung heißt es weiter, da die geltende Straßen- und Verkehrsordnung sowie das Kraftfahrgesetz der Exekutive keine ausreichenden Möglichkeiten zur Reaktion auf aus dem Ruder laufende GTI- und Tuningtreffen geben, hätten sich mehrere betroffene Gemeinden dazu entschlossen, eine Resolution an die zuständige Bundesministerin Leonore Gewessler (Grüne) zu senden. Darin fordern die Gemeinden, dass durch „bundesgesetzliche Verankerung von entsprechenden Regelungen“ dafür Sorge getragen werden müsse, dass während der GTI-Treffen Straßensperren, Kennzeichenabnahmen oder Fahrzeugstillegungen durch die Exekutive erfolgen können.

Verantwortung Erde erfreut

Die Gemeinderatsfraktion Verantwortung Erde in Villach sagte in einer Aussendung, man freue sich, dass die gesetzten Aktionen und die Arbeit im Gemeinderat offensichtlich Wirkung zeigen. Die Bewegung möchte aber in erster Linie all jenen Menschen danken, die über Jahre und Jahrzehnte immer wieder auf die Problematik im Naturpark aufmerksam gemacht haben. Die Bewegung möchte – wie bereits mehrmals gefordert – am Ausbau des Angebotes für öffentliche Verkehrsmittel und einer Parkmöglichkeit am Fuße des Hausberges oder dessen Umgebung festhalten.

Grüne: Schritt in richtige Richtung

Sabina Schautzer, Sprecherin der Grünen Villach, sagte in einer Aussendung, endlich mache man erste Schritte in die richtige Richtung. Sie begrüße, dass die Stadt nun andenke, die Straße bei Gefahr im Verzug sperren zu lassen und nur mehr den Bus auf und ab fahren zu lassen. Man müsse nur klären, was Gefahr in Verzug genau bedeute. Auch die Grünen wollen den Individualverkehr auf den Berg einschränken.