burgruine Finkenstein
ORF
ORF
Chronik

Neuer Besitzer für Burgruine Finkenstein

Die Burgruine Finkenstein, das touristische und kulturelle Aushängeschild der Marktgemeinde Finkenstein, hat einen neuen Besitzer. Der bisherige Eigentümer Gerhard Satran hat an den Oberösterreicher Thomas Seitlinger verkauft. Die Burgruine soll weiterhin für Veranstaltungen genutzt werden und öffentlich zugänglich sein.

Der Investor Thomas Seitlinger kommt aus Oberösterreich, aus der Immobilienbranche, hat sich aber in das Bundesland Kärnten verliebt und ist sehr herzlich aufgenommen worden, wie er sagt. Er lebt seit sechs Jahren in Velden und auf der Hochrindl, wo er in Summe mehr als 50 Millionen Euro in ein Alm-Vital-Ressort investierte. „Der Tourismus muss nachhaltig gefördert werden“, so Seitlinger und die Burgruine Finkenstein mit ihrer einmaligen Lage sei da natürlich wichtig für die Region. Eine Burg zu besitzen, sei sein Bubentraum gewesen, so der Investor. Doch zuletzt habe es sehr schnell gehen müssen, denn es seien schon ausländische Investoren bereit gewesen.

Qualitätstourismus und Marke Kärnten stärken

„Sie wollten das für die private Bespaßung kaufen und die Burg zusperren und der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich machen. Dann musste ich einen Schritt überspringen, vorpreschen und schauen, dass wir uns da einigen. Das Herz der Familie Satran schlägt ja auch für die Burg und wir haben den Prozess in ein paar wenigen Tagen zu Ende bringen müssen“, so Seitlinger.

Er hat nun vor, den Qualitätstourismus zu stärken und die Marke Kärnten. Die Burgruine soll Anziehungspunkt bleiben und Gäste für Beherbergungsbetriebe und Gastronomie anlocken, „und dann kommt natürlich das Kulturelle dazu, dass man Stars hautnah erleben kann im kleineren Rahmen und das wird auch die Zukunft sein in der Veranstaltungsbranche. Es wird meiner Meinung nach weggehen von diesen Riesenveranstaltungen hin zu kleineren, die qualitativ ein bissl hochwertiger sind, mit Kulinarik kombiniert“, so der gebürtige Oberösterreicher.

Gesamtinvestition von fünf Millionen Euro geplant

Chalets für Zweitwohnsitze soll es jedenfalls in Finkenstein nicht geben, versichert der neue Burgherr. „Falls diese Idee weiterverfolgt wird, dann entstehen maximal ein paar Zimmer, die man beziehen kann, aber es wird keine Zweitwohnsitze geben. Es läuft alles im Rahmen einer touristischen Nutzung und im Sinne des Tourismus.“

Seitlinger wird sich in den nächsten Wochen in der Region vorstellen, auch beim Finkensteiner Bürgermeister Christian Poglitsch (ÖVP), der sich erleichtert zeigte. „Was mich froh stimmt, ist dass der neue Eigentümer diese Burg öffentlich zugänglich machen will, beziehungsweise, dass sie öffentlich zugänglich bleibt und vor allen Dingen, dass er sie wirtschaftlich mit Veranstaltungen nutzen will“, so Poglitsch.

2,35 Millionen Euro zahlte Seitlinger für die Burg Finkenstein. Mit zusätzlichem Grund und den Ausbau der Burgruine werden insgesamt rund fünf Millionen Euro investiert, sagte der neue Burgherr. Zusätzlich zum Kulturbetrieb werde es weitere Attraktionen geben. Über Details könne Seitlinger vorerst aber noch nicht sprechen.