Klasse mit Lehren und Kindern
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Bildung

CoV veränderte Schulalltag massiv

Auch für rund 33.500 Plichtschülerinnen und -schüler in Kärnten hat die Coronavirus-Krise einen ganz neuen Alltag gebracht. Nach wochenlanger Schließung der Schulen und Lernen zu Hause sind die Klassen geteilt, der Unterricht ist intensiver. Für viele Kinder, aber auch Lehrer, war es eine anstrengende Zeit.

In der Volksschule 8, der Renner Schule in Klagenfurt, herrscht Schichtbetrieb. 215 Kinder besuchen diese Volksschule, wegen der Abstandsregeln dürfen zur Zeit nur jeweils 160 im Haus sein. Für die zwei Gruppen gibt es abwechselnd drei Tage Unterricht und zwei Tage Lernbetreuung zu Hause. Für die Eltern wurden während Covid-19-Pause regelmäßig Lernpakete für ihre Kinder bereit gestellt.

Renner Schule
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Schichtbetrieb in der Renner Schule, der VS 8

Schulfreunde und regelmäßiger Tagesrhythmus fehlten

Die Zwangspause wegen der Coronavirus-Krise brachte den Kindern Isolation und einen veränderten Tagesrhythmus. Adi Mujanic und Raphael Steiner sind beide zehn Jahre alt. Adi erzählte, gefehlt habe ihm das Aufstehen, "das Fertigmachen und dann mit dem Bus zur Schule zu fahren – also ein wenig der Stress.“

Raphael sagte, die Zeit sei gut aber auch wieder schlecht gewesen, "man konnte seine Freunde nicht treffen. Wenn meine Mama gesagt ich soll die Hausübung machen, dann habe ich das gemacht.“ Freilich freuten sich so manche Schüler, dass etwas länger geschlafen werden konnte. Dafür musste aber das Pensum an Hausaufgaben deutlich gesteigert werden.

Kinder mit Lehrerin
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„Entspannter“ Unterricht in kleineren Gruppen

Schule ist attraktiver geworden

Die Kinder haben sich deutlich verändert, sagte die Direktorin der VS 8, Angela Hensel. Die Schule ist attraktiver, als vor der Pause durch das Coronavirus. „Die Kinder sind sehr entspannt. Sie arbeiten sehr ruhig und konzentriert und sind voll bei der Sache. Es ist durch die kleineren Gruppen insgesamt viel ruhiger geworden.“

Die Kinder könnten von den Lehrern nun eine ganz intensive Betreuung erhalten, sagte Direktorin Hensel. „Das brauchen die Kinder und das genießen sie auch, nach dieser doch sehr schwierigen Zeit.“

Fridensschule in Klagenfurt St. Ruprecht
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Die Friedensschule, die VS 11

Schichtbetrieb auch in der Friedensschule

Auch die Friedensschule (VS11) im Klagenfurter Stadtteil St. Ruprecht überbrückte die Zeit der Schließung mit Lernpaketen für die Kinder. Auch hier wird nun im Schichtbetrieb unterrichtet. Um den Eltern die Organisation zu erleichtern, haben Geschwisterkinder an den selben Tagen Unterricht.

Veränderungen für Kinder durch CoV

Auch für rund 33.500 Plichtschülerinnen und -schüler in Kärnten hat die Coronavirus-Krise einen ganz neuen Alltag gebracht. Nach wochenlanger Schließung der Schulen und Lernen zu Hause sind die Klassen geteilt, der Unterricht ist intensiver. Für viele Kinder, aber auch Lehrer, war es eine anstrengende Zeit.

60 Schüler im Nachmittagsunterricht

Für die Lernbetreuung wurde sogar das Konferenzzimmer geräumt. Die Kinder berufstätiger Eltern können so bei den Hausaufgaben unterstützt werden. 60 Schüler sind es, die diese Betreuung gerne nutzen. Schule ist nach der Zwangspause attraktiver als davor.

Das liegt auch an den Kleinklassen, die intensiveren Unterricht möglich machen, etwa beim Deutsch-Fördern in der Friedensschule Klagenfurt. Neun Wochen Pause veränderten auch die Lehrer, sagte die Deutschlehrerin Elvira Sematon. „Ich habe zu einer neuen Motivation gefunden und pflege das auch ganz bewusst.“ Gleichzeitig muss auch darauf geachtet werden, dass die Kinder einen allfälligen Rückstand aufholen können.

Lehrerin der Friedensschule deutet auf Haare
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Lehrerin Elvira Sematon: Intensiverer Unterricht in den Kleinklassen

Während der Schließung gab das Team der Friedensschule täglich Lernunterlagen aus und hielt so den Kontakt mit den Familien. Und rechtzeitig vor den Sommerferien, machte das Virus auch endlich Pause.