Tests für Coronavirus
APA/HANS PUNZ
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Chronik

Vier Coronavirus-Neuinfektionen

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Kärnten steigt nach vielen Tagen, an denen es nur einen Erkrankten gab, erstmals wieder an. Von Sonntag auf Montag kamen laut Land Kärnten vier offiziell getestete Infizierte aus Pflege- und Behindertenheimen dazu. Somit sind fünf Personen am Coronavirus erkrankt. Die Maskenpflicht wurde zuletzt stark gelockert.

Je ein Fall kommt aus einem Pflegeheim im Bezirk St. Veit bzw. Klagenfurt Land. Dabei handelt es sich um eine Frau bzw. einen Mann. Zwei Fälle betreffen Bewohner von Behindertenheimen in Villach. Alle vier Fälle seien asymptomatisch, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Seitens der Bezirksverwaltungsbehörden bzw. des Magistrats ist das Contact Tracing bereits angelaufen, Kontaktpersonen der Infizierten werden ausfindig gemacht.

Neue Corona-Fälle und Lockerungen

In Kärnten hat es vier Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gegeben, es gibt also derzeit fünf Erkrankte.

Fast 5.300 Tests in Pflege- und Behindertenheimen

Die in den zwei Heimen bzw. der Behinderteneinrichtung tätigen Mitarbeiter wurden bereits getestet. Alle sind negativ. Derzeit sind in ganz Kärnten 3.158 Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen beschäftigt. In den Pflege- und Behindertenheimen gab es bis heute 5.283 Tests. In den Alten- und Pflegeheimen in Kärnten werden derzeit 5.600 Personen betreut.

Am Montag befanden sich keine Coronavirusinfizierten im Krankenhaus. Ingesamt gibt es laut der Statistik des Landes 401 Genesene und 419 bestätigte Fälle. Insgesamt wurden 21.395 Proben durchgeführt.

zwei Mädchen am Bahnhof mit und ohne Maske
ORF
Keine Maskenpflicht mehr im Bahnhofsgebäude, manche Fahrgäste sind noch vorsichtig

Maskenpflicht stark gelockert

Mit Montag wurde die Maskenpflicht in Österreich weitgehend gelockert, und das nach etlichen Wochen voller Einschränkungen. Allerdings bleibt sie noch in öffentlichen Verkehrsmittlen, im Gesundheitsbereich, den Apotheken und in jenen Bereichen bestehen, in denen der Einmeterabstand nicht eingehalten werden kann – mehr dazu in Maskenpflicht stark gelockert (ORF.at).

Und es tut sich auch wieder etwas in den Hallen des Hauptbahnhofes in Villach. Mehrere Fahrgäste hielten sich am Montag im Bahnhofsgebäude auf, allerdings noch mit Schutzmaske, wohl nach dem Motto „sicher ist sicher“, zuweilen herrscht offenbar noch Unsicherheit über die Lockerung.

Dame mit Maske steigt in Zug
ORF
In den öffentlichen Verkehrsmittel müssen die Masken noch getragen werden

ÖBB: Schrittweiser Anstieg der Passagierzahlen

Der Shutdown Mitte März brachte vor allem auch für den öffentlichen Verkehr schwerwiegende Folgen, mit einem Einbruch der Fahrgastzahlen. Rosanna Zernatoo Peschel, die Sprecherin der ÖBB, sagte, ein schrittweiser Anstieg bei den Passagierzahlen sei bereits zu beobachten, die Schülerinnen und Schüler kehren zurück und auch die Pendler.

„Wir freuen uns, dass mit dem Entfall der Maskenpflicht wieder ein Stück mehr Normalität in die Bahnhöfe zurückkehrt. Wir sind aber natürlich noch nicht dort, wo wir vor Corona waren.“ In den Zügen besteht die Tragepflicht für den Mund-Nasen-Schutz weiter.

Kellnerion mit Mundschutz
ORF
Die Maskenpflicht ist gelockert, im Gastgewerbe muss die Maske aber weiter getragen werden

Naturfreunde: Zeltlager abgesagt

Die neuen Lockerungen durch die Bundesregierung lassen auch viele Betreiber von Ferienlagern aufatmen, auch für sie fällt die Maskenpflicht. Bei den Naturfreunden hingegen entschloss man sich, wegen der Covid-19-Pandemie, das Zeltlager am Maltschachersee vorsichtshalber abzusagen, das erste Mal seit zehn Jahren.

Landesgeschäftsführer Klaus Bayer entschied mit seinem Team, am traditionellen Standort Cap Wörth in Velden einen dritten Turnus einzuschieben. „Ich habe für den Maltschacher See meine Bedenken. Denn es kommen ja auch internationale Gaste und ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass in der Ferienanlage Gäste sind, die das Virus eventuell mitbringen. Das können wir in Cap Wörth, mit getrennten Duschen und Sanitäranlagen anders handhaben, als am Maltschacher See mit den Gemeinschaftsduschen.“ Aus dem Ministerium kam am Montag erneut der Apell, mit den neuen Lockerungen im Sinne der Eigenverantwortung umzugehen.

Opposition verlangt noch mehr Lockerungen

Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer begrüßte die Lockerungen für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Köfer forderte, auch die Mitarbeiter in den Gastronomiebetrieben von der Maske zu erlösen: „Gerade jetzt im Sommer ist es eine Qual, die Maske den ganzen Tag über auf haben zu müssen. Aus der Verpflichtung, die Maske zu tragen, soll eine freiwillige Maßnahme werden.“ Köfer verlangte weitere Lockerungen, etwa für Zuschauer bei Spielen der Fußball-Bundesligen.

Auch die FPÖ forderte umfangreichere Lockerungen. Parteichef Gernot Darmann forderte, dass die Sperrstunde in der Gastronomie fällt. Auch die Maskenpflicht für die Mitarbeiter in der Gastronomie solle beendet werden. Seit Wochen fordere die FPÖ eine vollständige Öffnung des Wirtschafts-, Tourismus- und Veranstaltungslandes Kärnten, sagte Darmann.