Wirtschaft

Erntehelfer auch für Kärnten eingeflogen

Einer der 143 Erntehelfer, die am Mittwoch als Schlüsselarbeitskräfte für Tiroler und Kärntner Gemüsebauern aus Rumänien eingeflogen worden sind, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 20 Arbeiter für Kärnten sollen nicht betroffen sein.

Es war ein Flug unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, der vom Branchenverband der Obst- und Gemüsebauern koordiniert und von den Landwirten selbst finanziert wurde. Darunter waren auch zwei Gemüsebauern aus Kärnten, die auf ihre rund 20 Arbeitskräfte angewiesen sind, hieß es am Freitag von der Landwirtschaftskammer Kärnten. Kammeramtsdirektor Hans Mikl sagte, die Arbeitskräfte hätten schon früher bei den Betrieben gearbeitet, sie wollten sie auch wieder einstellen.

Tirol: Abstände eingehalten

Nicht nur im Flugzeug sollen alle Erntehelfer einen Mund-Nasenschutz und Handschuhe getragen haben, auch im Bus sei der Mindestabstand eingehalten worden sein, wurde von Seiten des Landes Tirol betont. Alle Betroffenen seien getestet worden und bis zum Vorliegen der Testergebnisse hätten alle ihre Unterkunft nicht verlassen. Die negativ getesteten dürfen ihre Arbeit in gleich bleibenden Kleingruppen in den jeweiligen Betrieben aufnehmen unter Wahrung der Sicherheitsabstände und mit Masken, hieß es.

Keine weiteren Flüge für Kärnten

Dass weitere Schlüsselarbeitskräfte aus Rumänien für Kärntner Gemüsebetriebe eingeflogen werden, glaubt Mikl nicht, dafür sei der Bedarf zu gering: „Sie haben ihre Arbeitskräfte bekommen, die werden die Saison normal abbarbeiten.“ Generell würden aber weiterhin Erntehelfer gebraucht. Daher werden über die Internetplattform dielebensmittelhelfer.at auch weiterhin Arbeitskräfte vermittelt. Mikl sagte, dass bis dato über 200 Arbeitskräfte kontaktiert worden seien, die sich bereit zeigten, zu arbeiten. Letztendlich seien 60 übriggeblieben, die Betriebe könnten sich daraus nur einige wenige aussuchen.

Ein großer Teil könnte nämlich die Anforderung, durchgehend über mehrere Wochen zur Verfügung zu stehen, nicht erfüllen, so der Kammeramtsdirektor zur bisherigen Bilanz – mehr dazu in 700 Freiwillige meldeten sich für Ernte.