Strommast geknickt im Schnee
Kelag
Kelag
Chronik

Spektakuläre Reparatur im Hochgebirge

Das Sturmtief Detlef im November des Vorjahres hat auch an einem der höchstgelegenen Strommasten der Kelag im Drautal schweren Schaden angerichtet. Nach monatelangen Reparaturarbeiten konnte die Stromversorgung jetzt wieder hergestellt werden.

Das Sturmtief hatte insgesamt drei Masten der 110-kV-Leitung, die von Außerfragant nach Oberdrauburg führt, beschädigt. Im Bereich des Wildseetörls, in 2.350 Meter Seehöhe, knickte ein Mast aufgrund des orkanartigen Sturms und der enormen Eislast um, zwei weitere Masten wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Strommasten im Hochgebirge
Kelag

Spezialfirma im Einsatz

Es folgten wochenlange und aufwendige Einsätze mit dem Hubschrauber einer Tiroler Spezialfirma, um die ersten Schäden beheben zu können. Der umgeknickte Mast musste im Tal völlig neu zusammengeschweißt werden. Die Arbeiten mussten mehrmals witterungsbedingt unterbrochen werden, weil die Hubschrauber nicht fliegen konnten oder ein gefahrloses Arbeiten der Spezialisten nicht möglich war.

Auch das Coronavirus spielte eine Rolle

„Einige Male mussten die Arbeiter mit Schiern vom Berg abfahren, für den äußersten Notfall gab es für sie auch die Möglichkeit, im Hochgebirge zu übernachten.“, Michael Marketz, Geschäftsführer der KNG-Kärnten Netz GmbH. Zudem war die Baustelle wegen der Einschränkungen aufgrund des Coronavirus eine Woche lang unterbrochen und wurde danach unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen fortgeführt.

Fotostrecke mit 8 Bildern

geknickter Strommast
Kelag
Insgesamt wurden bei dem Orkan drei Strommasten beschädigt
Strommast geknickt im Schnee
Kelag
Der höchstgelegene Strommast wurde völlig zerstört
geknickter Strommast am Berg
Kelag
Auch hier sieht man, mit welcher Kraft der Sturm den tonnenschweren Mast umgeknickt haben muss
Kelag-Monteure werden vom Hubschrauber abgeseilt
Kelag
Die Monteure mussten mit dem Hubschrauber ins Hochgebirge geflogen werden
Hubschrauber fliegt über Strommasten
N. Kollmann
Nicht immer hatten die Monteure beste Wetterbedingungen wie auf diesem Bild
Reparaturarbeiten
N. Kollmann
Einige Teile wurden ins Tal geflogen, um sie dort wieder zusammen zuschweißen
Hubschrauber und Strommast
N. Kollmann
Die Aufnahmen stammen noch vor der Coronavirus-Krise
Stromleitung im Hochgebirge
Kelag
Die Stromleitung konnte nach monatelanger Arbeit wieder hergestellt werden

Zwei Millionen Euro Reparaturkosten

Die Stromversorgung der Kelag-Kunden war dank der speziellen Ringschaltung in Kärnten zu keinem Zeitpunkt gefährdet. „Bei einer weiteren vergleichbaren Störung hätte es aber zu Problemen bei der Versorgung unserer Kunden kommen können. Die Reparaturarbeiten hatten deshalb höchste Priorität und mussten möglichst rasch durchgeführt werden", so Marketz. Die Reparaturarbeiten kosteten zwei Millionen Euro.