Chronik

Kritik an Bund wegen Flüchtlingstransport

Nachdem bereits die Opposition in Kärnten einen Transport von Asylwerbern in das Bundesquartier nach Ossiach wegen mangelnder Sicherheitsabstände kritisiert hatte, wirft auch die Flüchtlingsreferentin des Landes, Sara Schaar (SPÖ), dem Bund vor, sich nicht an die Vorgaben des Covid-19-Maßnahmengesetzes zu halten.

In einer Aussendung kritisierte LR Schaar am Donnerstag das Innenministerium. Sie verlangte von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), „dass die völlig chaotischen und unabgesprochenen Transports von Asylwerbern eingestellt werden“. Auslöser der Kritik war Aufregung auf sozialen Medien wegen eines Flüchtlingstransports mit angeblich voll besetzten Bussen ins – Schaar zufolge – bereits „gut ausgelastete“ Bundesquartier in Ossiach (Bezirk Villach-Land).

Keine Informationen über Transport

Es sei auch nicht akzeptabel, dass weder Land, Gemeinde noch Bevölkerung über Flüchtlingstransporte informiert würden, so die Landesrätin

Der Vorgang hatte auch seitens der Opposition in Kärnten für Kritik gesorgt. FPÖ und Team Kärnten sprachen von Abstandsregeln, die „ganz klar nicht eingehalten wurden“ und forderten eine 14-tägige Quarantäne für die Asylwerber – mehr dazu in Opposition kritisiert Asylwerber-Transport. Am Donnerstag warnte die FPÖ vor einer Aktivierung stillgelegter Bundesquartiere „wie in der Steiermark“. In der Steiermark sorgte die angebliche Wiederinbetriebnahme von zwei Asyl-Großquartieren am Semmering und in Leoben für Aufregung – mehr dazu in Asylquartiere: Aufregung um Wiederinbetriebnahme.