Pepelnična liturgija v stolnici
ORF
ORF
Chronik

Bischof: Aus Glauben Kraft schöpfen

Gerade in Zeiten der Pandemie sei es wichtig, „dass Menschen in der Kirche und im Glauben weltweit vereint sind“, sagte Bischof Josef Marketz am Josefstag. Aus ihrem diesem Glauben heraus mögen sie die Kraft schöpfen, anderen zu helfen.

In Zeiten wie diesen habe die Kirche laut Marketz den Auftrag, den Menschen mit Heiligen Messen, Andachten und einem Rosenkranzgebet, die über Streaming im Internet angeboten werden, zu signalisieren: Ja, wir sind da: „Wir wollen als Menschen weiterhin fassbar sein und ich denke, es ist ganz wichtig, dass die Leute, wenn sie Fragen und Sorgen haben, wissen, dass da zum Beispiel mit dem Pfarrer eine Person ist, die sie anrufen könnten.“ Es gehe darum, offen zu antworten und vorerst zwar nur ein virtuelles Gegenüber zu sein, aber dennoch den Menschen „mit guten Worten“ zur Seite zu stehen, so der Bischof.

Zum einen Gott, aber auch der Heilige Josef sei als Schutzpatron Kärntens eine „Anlaufstelle“ und die Menschen dürfen daran glauben, „dass jemand mit uns allen in dieser schwierigen Situation umgeht und dem wir uns anvertrauen können und der das Ziel für uns weiß und uns diesem Ziel entgegen führt.“

Auf innere Liebe besinnen und diese nach außen Tragen

Er freue sich zu sehen, dass auch viel Gutes im Lande passiere. Viele Menschen würden nach wie vor ihren Berufen nachgehen, um das System aufrecht zu erhalten. Handelsangestellte und Pflegebedienstete würden sich in einem Dilemma befinden, indem sie ihre Jobs weiter ausführen: „Ich kann mir vorstellen, daheim habe ich Kinder und jetzt muss ich arbeiten gehen, obwohl ich Angst habe, sich anzustecken. Aber trotzdem sind dort im Geschäft, im Pflegeheim oder Krankenhaus Menschen, die mich brauchen. Ich kann nur für sie beten und sie dazu ermutigen, ihren Herzen zu folgen.“ Er appelliere an die Menschen, durch die Liebe, die sie in sich tragen und die Gott in sie gelegt habe, die richtigen Entscheidungen zu fällen und anderen Menschen Mut zu machen.

Der Bischof sagt, er denke aber auch an jene, die bereits durch die Auswirkungen der Coronakrise ihre Jobs verloren hätten und sich Sorgen um ihre Zukunft machen: „Dieser Rucksack, den ich da vor Gott hin trage, ist eigentlich recht schwer. Gerade am Tag des Heiligen Josef, unseres Landespatrons, dürfen wir die Sorgen hintragen und hoffen, glauben und vertrauen, dass mit seiner Hilfe und mit Gottes Hilfe wir durch diese Zeit gut durchkommen. Ich kann nur allen danke sagen und bitten, dass sich alle immer auf die Liebe, die wir in uns tragen, besinnen: Wir werden sie in den nächsten Wochen brauchen.“