Karawankentunnel Einfahrt
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Verkehr

Türkischer Konzern soll Tunnelröhre bauen

Ein türkischer Baukonzern gewinnt laut slowenischen Medienberichten auch im zweiten Anlauf den Auftrag für den Bau der Röhre auf slowenischer Seite des Karawankentunnels. Weitere Einsprüche von Mitbewerbern sind aber nicht ausgeschlossen. Geplanter Baustart ist Frühjahr 2020.

Auf Österreichischer Seite kommt man gut voran. Durch die Verzögerungen werden die Kosten kaum steigen, heißt es vom Bauleiter der ASFINAG. Bei Verhandlungen mit den drei Bietern sei das Angebot vom türkischen Konzern Cengiz das günstigste gewesen, berichten slowenische Medien. Zum bereits zweiten Mal konnte sich der Konzern durchsetzen. Die erste Vergabe wurde beeinsprucht.

Möglicher Baustart: Frühjahr 2020

Sollte es zu keinen weiteren Einsprüchen kommen, wäre laut slowenischem Autobahnbetreiber DARS im Frühjahr 2020 Baustart. Durch die Verzögerungen von über einem Jahr sind für das Projekt auf Österreichischer Seite kaum Mehrkosten zu erwarten. „Fakt ist, dass wir bei 196 Millionen Euro stehen. Die Bauarbeiten sind nicht behindert, aber es gibt Arbeiten, die nur länderübergreifend durchgeführt werden können, z.B. die Lüftung oder die Prozessleittechnik“, so ASFINAG-Projektleiter Andreas Karlbauer.

Für das Bauwerk als solches bedeute das keine Auswirkungen „Es ist schon so, dass vom Nord-Portal geht es nach oben und dadurch, dass wir von diesem Hochpunkt bis zur Grenze vortreiben und das leicht fallend ist, müssen wir, wenn in diesem Bereich Bergwässer anfallen, diese herauspumpen. Diese Kosten für den Betrieb und Wartung der Pumpen kommen auf uns zu“, so Karlbauer.

Vier Kilometer auf österreichischer Seite

In Kärnten wird unterdessen die zweite Tunnelröhre seit September 2018 gebohrt. Derzeit kommt man etwas schneller als geplant voran, steht bei 1.939 Metern – Der Tunnel wird insgesamt 7,9 Kilometer lang, wovon 4,4 Kilometer auf das österreichische Staatsgebiet entfallen.