Wasser rinnt aus dem Wasserhahn
dpa-Zentralbild/Jochen Eckel
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Wirtschaft

Trinkverbot in Drogeriekette aufgehoben

Kopfschütteln und Empörung hat ein vom ORF Kärnten aufgedeckter Fall einer Betriebsordnung ausgelöst, wonach es den Mitarbeitern einer Drogeriekette untersagt wurde, während der Arbeitszeit zu trinken. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) teilte nun mit, dass die betroffene Firma Änderungen ankündigt.

Zwei Tage dauerte es, bis die betroffene Handelskette reagierte. Am Mittwoch wurde mitgeteilt, dass es Änderungen geben werde – mehr dazu in Mitarbeiter dürfen nicht trinken. Ein Sprecher teilte mit, man habe die betroffene Betriebsordnung „selbstverständlich“ umgehend außer Kraft gesetzt und durch eine neue ersetzt, wie sie im Handel üblich sei. Im Netz wurde über die Identität gerätselt.

Unternehmen hat keinen Betriebsrat

Der Sprecher betonte außerdem explizit, dass nun natürlich das Trinken auch während der Arbeitszeit erlaubt sei. Jutta Brandhuber von der GPA wurde von Mitarbeitern über den Missstand informiert. Sie hatte sämtliche Filialen durchtelefoniert und angekündigt, dass die Gewerkschaft den Namen publik machen werde, sollte nicht eingelenkt werden. Das betroffene Unternehmen hat keinen Betriebsrat. Dm und Bipa meldeten sich bereits am Dienstag und betonten, dass sie nicht betroffen seien. Beide Unternehmen haben außerdem einen Betriebsrat.

Die Gewerkschaft will den Namen nach wie vor nicht nennen. Brandhuber spricht von einem großen Erfolg für die Gewerkschaft und sagte am Mittwoch gegenüber dem ORF, die neue Betriebsordnung werde genau geprüft. Hätte die Handelskette nicht eingelenkt, wäre eine Anzeige im Raum gestanden.