„Wir müssen handeln und es schaffen, die Gurk wieder ins ursprüngliche Bachbett zurückzuführen“, so Katastrophenschutz-Referent Horst Maier in seiner Lagefeststellung. „Die weiteren Schäden, die entstehen könnten, wären enorm“. Am Freitagnachmittag informierte der Krisenstab der BH St. Veit an der Glan, dass die Bemühungen erfolgreich waren, die Gurk wieder in ihr altes Bachbett zurückzudrängen.
Landesstraße und Kraftwerk gefährdet
Ein Erkundungsflug hatte zuvor Klarheit bei der Fixierung weiterer Maßnahmen gebracht. Mit Baggern wurden in der Erstphase die Verklausungen bei Brücken und flussaufwärts beseitigt. Anschließend wurde die Rückführung der Gurk in ihr ursprüngliches Bachbett in Angriff genommen. Das war unbedingt notwendig, um weitere Ausuferungen zu verhindern und um den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Gefährdet waren auch die Landesstraße und ein Kraftwerk. Ein Problem stellt auch das teilweise massive Schwemm- bzw. Treibholz dar, welches flussabwärts auftritt.

Weiterhin sind jedoch Bagger und Feuerwehren damit beschäftigt, die teilweise doch massiven Verklausungen zu beseitigen. Schwemm- und Treibholz wird entfernt. Diese Arbeiten werden über das Wochenende fortgeführt werden. Gesperrt bleibt die Schöttelhofbrücke in Kappel am Krappfeld. Es kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Eine neue Lagebeurteilung ist geplant.
Soforthilfe für betroffene Bevölkerung
Der behördliche Bezirkskrisenstab, welcher seit Samstag, 16 November 2019 aktiv ist, wurde seit Donnerstag in einer verkleinerten Variante fortgeführt. Der Krisenstab tritt auch am kommenden Wochenende wieder zusammen.

Wie bereits nach der letzten Regierungssitzung von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und dem Katastrophenschutzreferenten Landesrat Daniel Fellner (SPÖ) bekannt gegeben wurde, gibt es für die betroffene Bevölkerung eine Soforthilfe, die über die zuständigen Gemeinden abgewickelt werden soll.