Segelyacht Sisi
Dominik Matesa/Candidate Sailing
Dominik Matesa/Candidate Sailing
Sport

„Sisi“ vertritt Österreich bei Ocean-Race

In Portopiccolo in Sistiana (Italien) ist am Freitag die Rennyacht getauft worden, mit der ein österreichisches Team – mit Kärntner Beteiligung – beim „Ocean Race 2021“ in See stechen wird. Sie heißt „Sisi“.

„Der Name des Bootes hat ganz viel mit der österreichischen Geschichte zu tun, denn auch Triest ist sehr nah an der österreichischen Geschichte“, so Julian Kircher, Sprecher und einer der Hauptinitiatoren der Kampagne „Austrian „Ocean Race Project“ zur Wahl des Namens „Sisi“ nach Elisabeth, der ehemaligen Kaiserin von Österreich.

Mario Donner Niko Resch Taufpate Franz Klammer Julian Kircher und Taufpate Klaus Möller
Martin Steinthaler
Einer der Taufpaten ist Franz Klammer

Das „Ocean Race“ ist das bekannteste und härteste Offshore Segelrennen der Welt. Das berühmte Rennen – vormals „Volvo Ocean Race“ – wird seit 1973 durchgeführt, findet alle drei Jahre statt und die Teilnehmer segeln einmal um die ganze Welt.

Junges Team als Crew

„Wir sind als erstes österreichisches Team für das „Ocean Race 2021“ bereits registriert“,sagte Kircher. Das Team besteht aus vorwiegend österreichischen Top-Seglern der Bundesliga- und Champions League, Youth Americas Cup Teilnehmern, Olympiaseglern und Weltmeistern in unterschiedlichen Bootsklassen. Das achtköpfige Sailing Team besteht neben Kircher aus Raphael Hussl, Linda Fahrni, Gerwin Jansen, Konstantin und Oliver Kobale, Anna Luschan und Maja Siegenthaler. Ihr Durchschittsalter: 26,5 Jahre.

Das Segeltaim der Sisi
Martin Steinthaler
Das Segelteam v.l.n.r. (hinten) Konstantin Kobale, Julian Kircher, Franz Klammer (Taufpate), Gerwin Jansen, Klaus Möller (Taufpate), Peter Kaiser (Taufpate); v.l.n.r. (vorne) Linda Fahrni, Oliver Kobale, Raphael Hussl, Anna Luschan, Maja Siegenthaler

Internationales Organisationsteam

Zum Segelteam wurde gleichzeitig das Organisationsteam aufgebaut, um das Vorhaben realisieren zu können. Neben Kircher in seiner Funktion als Projektmanager, die Mediziner Vladimir Svirkov und Isabella Keimer, Bernhard Plachy (Operation Manager, zweifacher Weltmeister als Manager einer Maxi 72 Kampagne), Linda Kircher (Backoffice), Jasper Ettema (Investors Relations) Stephany Sigott (Head of Public Relations), Julia Graber (Head of Social Media Marketing), Micky Montoya und Dominik Matesa (Filmmaker) und die Segel-Experten Christian Binder (Team Mentor und zweifacher Olympiateilnehmer), Christian Kargl (Shore Team / Rigging, Safety & Yachtelektronik) und Niko Resch (vierfacher Olympiateilnehmer), der mit Hans Kircher, Bernhard Fischer und Gaby Rust für Sustainability im Team verantworlich ist. Das gesamt TAORP-Team zählt ca. 30 Personen aus fünf Nationen.

Julian Kircher
Dominik Matesa/Candidate Sailing
Julian Kircher

Umweltgedanke im Team

Das TAORP ist aber mehr als ein Sportteam, es ist auch ein erklärtes Sustainability-Team. „Das TAORP wird aktiv junge Menschen motivieren, dafür zu sorgen, dass unsere Welt ein großes Stück besser wird“, so Kircher. „Sailing for a Better World“ ist der Slogan mit dem die Athletinnen und Athleten des TAORP in Schulen gehen und gemeinsam die Botschaft des Ocean Races „Sustainability“ verbreiten werden. „Es ist uns ein Anliegen, als Segelteam, die Message des Ocean Race: „Turn the Tide on Plastic“ zu verbreiten. Denn wenn wir in Zukunft nicht verhindern, dass die Meere weiter so verschmutzt werden wie bisher, zerstören wir unsere eigene Lebensgrundlage“, betont Kircher.

Österreich-Team setzte sich bei Bootskauf durch

Die Rennyacht, eine Volvo Ocean 65, bestritt bereits zwei Mal das Volvo Ocean Race. „Im Rahmen der Ausschreibung für den Verkauf einer der weltweit acht Volvo Oceans 65, hat unser Team die Eigner mit seinem Konzept überzeugt, und sich unter zahlreichen Bewerber aus der ganzen Welt durchgesetzt“, so Kircher. Zwei Jahre werden die Vorbereitungen auf das Rennen, das dauern. In Portopiccolo fand Ende September das erste Training statt. Am 13. Oktober wird die Volvo65 dann unter ihrem neuen Namen bei der 51. Barcolana in See stechen.

Das Ocean Race in Zahlen

Die Route führt von Spanien durch den Atlantik, umrundet Afrika am Kap der Guten Hoffnung, führt durch den Indischen Ozean über den Südpazifik und rund um Kap Horn nach Süd- und Nordamerika und von dort wieder zurück nach Europa. Insgesamt sind die Segler 260 Tage, also fast neun Monate, unterwegs. Die Regatta wird in Etappen gefahren und gilt als eine der härtesten Herausforderungen im Segelsport. Insgesamt werden, je nach Wahl der Etappen, 45.000 bis 80.000 Kilometer zurückgelegt.