Großbrand Reifenlager Villach
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Chronik

Ermittlungen nach Großbrand in Villach

In der Villacher Innenstadt musste in der Nacht auf Freitag nach dem Großbrand in einem Reifenlager Brandwache gehalten werden. Verletzt wurde durch das Feuer niemand, es entstand hoher Sachschaden. Das Landeskriminalamt ermittelt. Die Brandruine darf allerdings noch nicht betreten werden.

Am Freitag zeigte sich das Ausmaß des Brandes, der am Donnerstag kurz nach 17.00 Uhr in der Steinwenderstraße, in der Nähe des Westbahnhofes, ausgebrochen war: Die betroffene Halle ist mittlerweile eingestürzt, ein Nachbargebäude ist beschädigt.

In umliegenden Gebäuden wurden am Freitag Schadstoffmessungen durchgeführt, um Gefahren für die Bewohner auszuschließen. Laut Harald Geissler von der Feuerwehr Villach wurde keine gefährliche Konzentration festgestellt. Mit Hilfe einer Drehleiter fotografierten Beamte der Polizei den Brandort von oben.

Betretungsverbot wegen Einsturzgefahr

In das Gebäude selbst dürfen die Brandermittler des Landeskriminalamtes vorerst nicht: Zum einen besteht noch Einsturzgefahr, zum anderen macht der Löschschaum das Betreten unmöglich. Er bedeckt den Boden noch bis zu einer Höhe von ein- bis eineinhalb Meter. Durch ihn war es am Donnerstagabend den 60 im Einsatz stehenden Feuerwehrleuten gelungen, den Brand nach gut einer Stunde unter Kontrolle zu bringen. Ein weiteres Gebäude wurde durch die Brandeinwirkung stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Höhe des entstandenen Schadens steht noch nicht fest.

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Brand Reifenlager Villach
ORF/Marco Ventre
Großbrand in Villacher Reifenlager
Großbrand Reifenlager Villach
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Großbrand in Villacher Reifenlager
Großbrand Reifenlager Villach
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Großbrand in Villacher Reifenlager
Großbrand Reifenlager Villach
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Großbrand in Villacher Reifenlager
Großbrand Reifenlager Villach
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Großbrand in Villacher Reifenlager
Großbrand Reifenlager Villach
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Großbrand in Villacher Reifenlager
Großbrand Reifenlager Villach
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Großbrand in Villacher Reifenlager

Reifensätze drohten zu explodieren

Besondere Gefahr ging von dem Reifenlager aus, das sich im Zentrum des Brandes befand. Es handelte sich nicht um einfache Reifen, sondern um Reifensätze, die aufgeblasen und auf Felgen montiert waren. Diese Reifen stehen unter hohem Druck, sagt Harald Geissler. Dadurch könne im Brandfall eine Druckwelle entstehen: „Die Luft wird schlagartig frei. Es explodiert in so kleinen Feuerbällen.“

Innenstadteinsätze wie diese seien immer eine Herausforderung, so Geissler. Im Fall von Donnerstag habe er sich gedacht, es werde knapp. Er habe gehofft, dass alles glimpflich ausgeht: „Wenn man es realistisch betrachtet, hätte es anders ausgehen können. Das hat mir in der Nacht auch zu denken gegeben.“ Unmittelbar um das brennende Gebäude herum befinden sich zahlreiche Geschäfte, eine Putzerei, ein Fitnesscenter und die Jugendnotschlafstelle.

Wohnhaus evakuiert

Ein unmittelbar an die Lagerhalle angrenzendes Mehrparteien-Wohnhaus musste evakuiert werden. Die Stadt Villach rief die restlichen Anrainer, besonders jene im Bereich Steinwenderstraße und Italiener Straße auf, die Fenster geschlossen zu halten.

Verkehrsteilnehmer wurden aufgefordert, die Innenstadt zu meiden, da die Einsatzfahrzeuge freie Fahrt und Platz benötigen würden.