Versiegelte Haustür des Opfers
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Chronik

Mord an Schwangerer: Wer war der Vater?

Vor über einem Monat ist eine 31 Jahre alte hochschwangere Kärntnerin erschlagen in ihrem Badezimmer aufgefunden worden. Ein 36-jähriger Tatverdächtiger ist in Haft und bestreitet nach wie vor die Tat. Wichtige Testergebnisse – etwa zur Vaterschaft – lassen weiter auf sich warten.

Anfang September ist die Untersuchungshaft des 36 Jahre alten Tatverdächtigen verlängert worden. Seitdem wartet sein Anwalt Hans Gradischnig auf die Ergebnisse zweier Tests. Zum einen soll ein DNA-Test klären, ob der 36-jährige Tatverdächtige der Vater des Kindes war, das von der getöteten Frau erwartet wurde. Zum zweiten ist immer noch eine molekular-genetische Untersuchung zur Kleidung ausständig, das beide – Opfer und mutmaßlicher Täter – zum fraglichen Tatzeitpunkt getragen haben sollen. Beides könnte den Tatverdächtigen entlasten, sagt Gradischnig, der sich ob der langen Wartezeit wundert.

Staatsanwaltschaft verweist auf Abschluss-Gutachten

Keinen Grund zur Aufregung sieht die Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Von Sprecherin Tina Frimmel-Hesse heißt es dazu, acht bis zehn Wochen Wartezeit für einen DNA-Test seien durchaus üblich. Um die Ergebnisse sogar schneller zu bekommen, habe man sowohl die Gerichtsmedizin in Innsbruck als auch in Graz mit dem Fall beauftragt. Details wolle man zudem erst bekannt geben, wenn ein abschließendes Gutachten mit allen Ermittlungsergebnissen vorliege, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Die Schwangere wurde in ihrer Wohnung erschlagen, offizielle Hinweise auf die Tatwaffe fehlen.

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