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ORF.at/Zita Klimek
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Verkehr

Neue Hotline für Gesundheitsfragen

Kopfweh, Bauchschmerzen oder ein Stechen in der Brust, gesundheitliche Beschwerden halten sich nicht an Ordinationszeiten. Vor dem Hintergrund überfüllter Spitalsambulanzen und Engpässen bei den Ärzte-Bereitschaftsdiensten gibt es ab 1. November in Kärnten künftig ein zusätzliches Gesundheits-Beratungsangebot am Telefon.

Nach einem Testlauf in anderen Bundesländern – wie Wien und Vorarlberg – übernimmt nun auch Kärnten dieses Angebot. Wer gesundheitliche Probleme hat, kann künftig die Nummer 1450 anrufen.

Die Nummer soll rund um die Uhr erreichbar sein. Dort erhalten Anrufer kostenlos eine Empfehlung, wohin sie sich am besten wenden. Am anderen Ende der Leitung sitzt medizinisch geschultes Personal – allerdings vorerst in einer Zentrale in Niederösterreich.

Laien stufen Ernst der Lage oft zu dramatisch ein

Landes-Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) sagt, die Erfahrungen aus den anderen Bundesländern würden zeigen, dass mehr als die Hälfte der Anrufer einen Hausarzt benötigen würden, allerdings nicht sofort: „Es hat sich gezeigt, dass fast 70 Prozent der Menschen ihre persönliche Situation als zu dringlich einstufen.“ Nur jeder fünfte Anrufer müsse tatsächlich dringend in eine Spitalsambulanz geschickt werden, so Prettner.

Ärztenotdienst und Notruf 141 bleiben

Die telefonische Beratung soll daher die Notaufnahmen in den Spitälern entlasten, aber nicht den Ärztenotdienst ersetzen, versicherte Prettner. Auch der Notruf 141 bleibe aufrecht: „Es ist eine zusätzliche Leistung und es gibt klare Beratungs- und Empfehlungspfade und Schnittstellen zum derzeit bestehenden Notarztsystem und zu den Krankentransporten. Das sollte eine niederschwellige Beratung im Vorfeld sein.“

Die Kosten für diese neue Gesundheitsberatung dritteln sich Bund, Sozialversichung und Länder. Kärnten wird pro Jahr 300.000 Euro dazuzahlen, heißt es aus Prettners Büro.