Chronik

Auf Vögel geschossen und Pkw getroffen

Donnerstagfrüh ist ein Ehepaar mit dem Pkw in Lieserbrücke unterwegs gewesen, als die beiden einen Knall gehört haben und die Heckscheibe zersprungen ist. Die Polizei konnte einen Nachbarn der beiden ausforschen, der angab, mit einer Schleuder und Metallkugeln auf Vögel geschossen zu haben.

Das 70 und 77 Jahre alte Ehepaar sah in der Heckscheibe ein rund sechs Millimeter großes Loch, wie es auch für Schusswaffen typisch wäre. Sie riefen die Polizei, die zunächst auch von einer Kleinkaliberwaffe ausging, mit der auf das vorbeifahrende Auto geschossen wurde.

Die so genannte Schlauchschleuder
Polizei
Geschossen wurde mit dieser „Schlauchschleuder“

Nachbar hatte auf Baum gezielt

Durch umfangreiche Ermittlungen der Beamten der Polizeiinspektion Seeboden, Radenthein und des Landeskriminalamts Kärnten konnte schließlich ein 57-jähriger Nachbar der Opfer ausgeforscht werden. Er gab an, dass er mit einer Schleuder eine ca. sechs Millimeter große Metallkugel vom ersten Stock seines Wohnhauses auf einen unmittelbar neben der Fahrbahn stehenden Baum geschossen hatte. Er wollte damit Vögel verscheuchen, so seine Verantwortung.

Aufgrund der Beschaffenheit des Schießgeräts sei ein genaueres Zielen bzw. Treffen des Baumes nicht möglich gewesen. Der Mann wird der Staatsanwaltschaft Klagenfurt und der Bezirkshauptmannschaft Spittal/Drau angezeigt, es wurde auch ein Waffenverbot ausgesprochen.