Mölltalter Gletscher
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Wirtschaft

Mölltaler Gletscher: Frage der Talabfahrt

Der neue Eigentümer der Lifte auf dem Mölltaler Gletscher hat Ausbaupläne. Die slowakische Rattaj-Gruppe übernimmt die Anteile von der Schultzgruppe und Hans Peter Haselsteiner. Die Slowaken übernehmen auch die Lifte auf dem Ankogel. Damit ist auch die Frage der umstrittenen Talabfahrt wieder offen.

Das erste Treffen zwischen den neuen Eigentümern der Mölltaler Gletscherbahnen und der Ankogelbahn mit Tourismusreferent Sebastian Schuschnig (ÖVP) sowie Naturschutzreferentin Sarah Schaar (SPÖ) fand am Donnerstag hinter verschlossenen Türen statt.

Hoffen auf Millioneninvestition

Der neue Eigentümer der beiden Gletscherbahnen, die „Tatry Mountain Resorts“ aus der Slowakei, betreibt bereits vier Skiresorts, auch in Polen, dazu noch zwei Freizeitparks und zwölf Hotels in Osteuropa. Der Jahresumsatz liegt bei 108 Millionen Euro, in den vergangenen zwölf Jahren hat die slowakische Gruppe insgesamt 340 Millionen Euro investiert. Die Hoffnung ist groß, dass es jetzt auch Millioneninvestitionen im Mölltal geben wird.

Website der neuen Eigentümer der Mölltaler Gletscherbahnen
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Die Website der neuen Eigentümer aus der Slowakei

Nächster Termin in drei Wochen

Von einem Dreistufen-Investitionsplan ist die Rede, heißt es dann nach dem einstündigen Gespräch von Tourismusreferenten Sebastian Schuschnig (ÖVP). In drei Wochen werde es einen nächsten Termin geben, schon mit viel konkreteren Plänen. „Da haben wir heute ganz klar signalisiert, dass wir hinter diesem Projekt stehen und dass er von uns jede Unterstützung bekommt, die uns möglich ist“, so Schuschnig.

„Wir haben das Gespräch gemeinsam mit Naturschutzreferentin Sarah Schaar geführt, um den Investor auch zu signalisieren, dass wir hier gemeinsam auftreten, das wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Schuschnig weiter.

Skifahrer am Mölltaler Gletscher umkreist ein blaues Tor
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Talabfahrt: Variante außerhalb von Naturschutzgebiet

Ein Hotelprojekt in Innerfragant soll es jedenfalls geben. Ob der slowakische Investor auch auf der Talabfahrt besteht wie Schultz und Haselsteiner, ist nicht bekannt. Es soll aber aus naturschutzrechtlicher Sicht keine Hürden geben. „Die neue Variante oder eine der Varianten liegt überhaupt nicht im Naturschutzgebiet und auch nicht im Landschaftsschutzgebiet. Das heißt, wir greifen keine wertvollen, natürlichen Flächen an. Wir sind in einem Bereich, wo ganz normale Genehmigungsverfahren möglich sind und wir uns dementsprechend auch ausrichten werden“, so Sarah Schaar (SPÖ).

Nach dem Eigentümerwechsel der Lifte auf dem Mölltaler Gletscher und dem Ankogel soll es jetzt also einen Neustart geben, der für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgen soll. Schriftlich festgehalten wurde bereits, dass alle bisher dort Beschäftigten vom slowakischen Investor übernommen werden.