Junger Mann schüttet sich Wasser zur Abkühlung über den Kopf
ORF.at/Dominique Hammer
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Gesundheit

Kärnten aktiviert erstmals Hitzeschutzplan

Angesichts der hohen Temperaturen, die bis zum Wochenende erwartet werden, hat das Land Kärnten den Hitzeschutzplan aktiviert. Es wird geraten, ausreichend zu trinken und körperliche Aktivitäten im Freien zu meiden.

Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) kommt es in den nächsten Tagen zur ersten Hitzewelle des Jahres. Der Höhepunkt wird am Freitag und Samstag mit Höchstwerten bis etwa 33 Grad erwartet. Aus diesem Grund wurde heute, Mittwoch, erstmals in diesem Jahr der Kärntner Hitzeschutzplan aktiviert.

Empfehlungen für 900 Einrichtungen

An mehr als 900 Einrichtungen insbesondere Alten- und Pflegeheime, Kinderbetreuungseinrichtungen oder Krankenanstalten wurden Empfehlungen und Sofortmaßnahmen übermittelt.

Sie reichen von der Identifizierung von Risikopatienten über die Aktivierung interner Überwachungspläne bis hin zur Sicherstellung des Informationsflusses, erläutert Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ): „Betreuungseinrichtungen sind in der Regel bestens auf die Bedürfnisse ihrer Klienten eingestellt. Dennoch kann es im Verlauf von länger anhaltenden Hitzeperioden zur Überlastung der hausinternen Ressourcen kommen. Der Hitzeschutzplan soll die Einrichtungen dabei unterstützen, sich rechtzeitig vorzubereiten“, so Prettner.

Wasserglas und Karaffe stehen auf Tisch
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Locker kleiden und nicht überanstrengen

Die Hitzewelle mit anstehenden Tropentagen und Tropennächten ist nicht nur für ältere Menschen, chronisch Kranke, behinderte Menschen und Kinder gefährlich: „Jeder sollte sich mit nützlichen Ratschlägen fit halten“, betont die Gesundheitsreferentin. Die Menschen sollten mindestens zwei bis drei Liter pro Tag trinken, am besten Wasser oder Fruchtsäfte; vermeiden Sie alkohol-, koffein- und stark zuckerhaltige Getränke. Tragen Sie lockere Kleidung, eine Kopfbedeckung; kühlen Sie Ihren Körper; vermeiden Sie körperliche Aktivitäten im Freien.

Junger Mann schüttet sich Wasser zur Abkühlung über den Kopf
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Wie Prettner erklärte, musste der Hitzeschutzplan im Vorjahr dreimal aktiviert werden. Im Jahr 2017 war es sechsmal der Fall, erstmals bereits Ende Mai. 2016 wurde er dreimal aktiviert, im Jahr 2015 fünfmal.