Blick auf den Verkehr auf der Südosttangente, A23, in Wien
APA/GEORG HOCHMUTH
Verkehr

Kärntner halten zu wenig Abstand

Drei von fünf Kärntner Autofahrern halten auf der Autobahn „nur nach Gefühl“ Abstand – das ist das Ergebnis einer Studie, die von der ASFINAG veröffentlicht worden ist. Das Gefühl täuscht aber, die meisten Autofahrer halten nämlich zu wenig Abstand.

Jeder zweite Unfall auf Autobahnen ist auf zu knappes Auffahren zurückzuführen. Eine neue IFES-Studie zeigt, dass fast alle Kärntner Autofahrer zu dicht an ihrem Vordermann hängen, obwohl viele der befragten Autofahrer überzeugt sind, den richtigen Abstand eingehalten zu haben.

Falsche Einschätzung des Abstands

Etwa die Hälfte gab an, bei einer Geschwindigkeit von 130 Km/h ungefähr vier Autolängen Abstand zu halten. Das sind etwas weniger als 20 Meter. Der richtige Sicherheitsabstand bei dieser Geschwindigkeit wären aber 70 Meter. Wer 100 Km/h schnell fährt, muss mindestens 50 Meter Abstand halten, um rechtzeitig abbremsen zu können. Zwei Sekunden Abstand lautet die Empfehlung der ASFINAG-Beauftragten. Dazu merkt man sich einen Punkt, an dem der Vordermann vorbeifährt und zählt zwei Sekunden ab, bis man selbst den Referenzpunkt überfährt.

Umgekehrt gaben mehr als 60 Prozent der Befragten an, sich durch dichtes Auffahren und Drängeln anderer gefährdet zu fühlen. Auch das schlechte Gewissen lässt sich in der Studie ableiten. Ein Viertel der Befragten Kärntner Autofahrer gab zu, innerhalb der vergangenen Monate schon öfter anderen zu dicht aufgefahren zu sein.