Modell des Holzbauprojektes in Feldkirchen
ORF/Christian Toplitsch
Wirtschaft

Geförderte Wohnungen aus Holz

In Feldkirchen soll ein gemeinnütziger Wohnbau aus reinem Holz entstehen. Baubeginn für das mehrgeschossige Gebäude ist Mitte 2020. Das Land fördert das Projekt mit 75 Prozent der Gesamtkosten.

Der Holzbau in Kärnten hat Tradition. In Zukunft soll das auch im geförderten Wohnbau der Fall sein. In Feldkirchen soll deshalb ein mehrgeschossiges Holzbauprojekt im gemeinnützigen Wohnbau entstehen. Hierfür waren Architekten in den vergangenen vier Monaten aufgerufen, ihre Ideen einzubringen. Das erklärte Ziel des Wettbewerbes von pro:Holz Kärnten und der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft „Vorstädtische Kleinsiedlung“, war es die Holzbaukunst in Kärnten hervorzuheben.

Alter Stadl als Gemeinschaftshaus

Am besten gelungen ist das, laut Preisgericht, den Architekturbüros von Ernst Roth und Dietmar Kaden. Die Wohnanlage kombiniert drei-, zwei- und eingeschossige Gebäude mit Freiflächen und einem bestehenden alten Stadl, der als Gemeinschaftshaus adaptiert wird.

Baubeginn in Feldkirchen soll Mitte 2020 sein. In einer ersten Baustufe sollen 22, in einer zweiten zwölf Wohneinheiten gebaut werden. Zwei Wohnungen werden von der Diakonie de La Tour bezogen, 14 Menschen werden in zwei Wohnverbänden betreut. Darüber hinaus sind auch sieben Reihenhäuser geplant.

Förderung von 75 Prozent

Der Holzbau biete laut Pro:Holz vor allem Kostenvorteile, denn wer mit Holz baue, spare Zeit, zu dem sei das Material umweltfreundlich, so Leopold Schnaubelt von Pro:Holz. Seitens des Landes verwies Wohnbaureferentin Gaby Schaunig (SPÖ) auf die Qualität und die Leistbarkeit des Wohnraumes aus Holz. Das Projekt in Feldkirchen werde mit 75 Prozent der förderbaren Gesamtbaukosten unterstützt. Um die Holzwirtschaft in Kärnten weiter zu stärken, kündigte Schaunig an, einen Holz-Cluster im Rahmen eines Lieferantenentwicklungsprogrammes entstehen lassen zu wollen.