Radiostudio der Streitkultur
ORF/Petra Haas
ORF/Petra Haas

Jägermeister-Kandidaten diskutierten

Am 29. Juni wird es für mehr als 13.000 Jägerinnen und Jäger spannend, denn es wird ein neuer Landesjägermeister gewählt. Bisher gibt es drei Kandidaten, sie stellten sich den Fragen von Christof Glantschnig in der „Radio Kärnten Streitkultur“.

256 Delegierte wählen am 29. Juni in der Neuen Burg in Völkermarkt den Nachfolger von Landesjägermeister Ferdinand Gorton, der 20 Jahre lang die Geschicke der Kärntner Jägerschaft leitete. Bis Freitag können noch Wahlvorschläge eingereicht werden, bisher gibt es drei Kandidaten, mit unterschiedlichen Programmen.

Statements der Kandidaten

Einer davon ist der bisherige stellvertretende Landesjägermeister Walter Brunner: „Ich bin für eine bodenständige Jagd und finde, dass die einheimischen Jäger zum Zug kommen sollen. Da sind die Gemeindejagden besonders wichtig.“ Die Jagd sei für ihn weder Spiel noch Sport, die Grundsätze der Waidgerechtigkeit müsste aufrecht erhalten werden.

Auch der Millstätter Unternehmer Paul Sixtus Volpini de Maestri stellt sich der Wahl: „Mein wichtigster Schwerpunkt wird werden die Schadensreduktion des Rotwildes.“ Wichtig sei ihm auch eine Vertretung der Frauen im Vorstand, immer mehr machen ihren Jagdschein. Die Jüngjägerprüfung solle neu gestaltet und die Prüfungsfragen sollten einheitlich gestaltet werden.

Der Dritte im Bunde ist der Bauer Hans Rainer Mente: „Wir müssen uns ein Jahr Zeit nehmen, wo wir die Jägerschaft gründlich durchleuchten. Wir müssen uns auch überlegen, wie finanzieren wir das in Zukunft. Es kann nicht sein, dass die Hegeringleiter, die Bezirksjägermeister immer mehr leisten, die fast ehrenamtlich ist.“

Diskussion um Delegiertenlisten

In der Diskussion im „Streitkultur“-Studio ging es aber auch um Misstöne, die es innerhalb der Jägerschaft gibt. So gab es im Vorfeld der Wahl anonymen Anzeigen und Kritik gegenüber der bisherigen Führung. Der neue Landesjägermeister wird sich auch darum kümmern müssen, etwaige Gräben zu schließen.

Ein wenig hitzig wurde die Diskussion zwischen Hans-Rainer Mente und Walter Brunner wegen nicht veröffentlichter Delegiertenlisten und vermeintlich zu wenig Redezeit bei den Bezirksjägermeistertagen. In Bezug auf die Delegiertenlisten geht es vor allem um Datenschutzfragen. Diese wurden von der Aufsichtsbehörde und der Landesverfassungsabteilung geprüft.

Keine privaten Daten für Wahlwerbung

Das Ergebnis laute, dass man zu Wahlwerbezwecken keine privaten Daten der Delegiertgen herausgeben. Im Sinne der Transparenz habe man die NAmen der Delegierten auf die Homepage gestellt, so die Geschäftsführerin der Kärntner Jägerschaft Freydis Burgstaller-Gradenegger. Die Namen der Delegierten werden am Dienstag auf der Homepage der Jägerschaft online gestellt.

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