Iren sollen Lust auf´s Skifahren bekommen

Schülergruppen aus England oder Irland verbringen ihre Wintersportwochen eher selten in Kärnten. Damit sich das ändert, sind an diesem Wochenende 86 irische Lehrer beim Skifahren auf der Gerlitzen zu Gast.

Über die Schiene der Schulskikurse will der Villacher Reiseveranstalter Herbert Falle verstärkt den irischen Markt ansprechen. Er hat an diesem Wochenende irische Meinungsbildner - in diesem Fall sind es 86 Lehrer - zum Skifahren auf die Gerlitzen eingeladen.

Mädchen mit roten Haaren im Schnee

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Falle: "Die Lehrer wohnen in Villach. Wir bringen ihnen das Skigebiet näher, ein Teil davon geht in den Skikurs und wir haben auch ein Abendprogramm – gehen in die Erlebnistherme und haben eine Präsentation der Tourismusregion.“

Großes Potential vor allem bei Privatschulen

Schon jetzt, so Falle, habe man immer wieder Schulskikurse aus Irland in Kärnten zu Gast. Es gebe aber noch viel Potential. Vor allem bei Privatschulen - diese würden auch außerhalb der normalen Ferienzeit Sportwochen abhalten: „Man muss sich das so vorstellen: Es gibt sehr viele Comprehensive schools, gefahren wird mit Schülern zwischen zehn und achtzehn Jahren, praktisch die ganze Schule fährt auf Skikurs.“

Mehr Gäste von „der Insel“ für Kärnten

Über die Schiene: Schüler, Lehrer, Eltern will der Reiseveranstalter längerfristig mehr Gäste von der Insel nach Kärnten bringen. Die etwas umständliche Anreise mit Flugzeug und Bus sei dabei kein Problem. „Englische Schulen fahren mit den Bussen 20 Stunden, um zu uns zu kommen. Die Iren fliegen natürlich im Augenblick über München, Laibach oder Treviso – angedacht ist auch ein Flug nach Klagenfurt, aber das ist Zukunftsmusik, darauf haben wir keinen Einfluss.“

Wintersaison mit Plus

Ziel sei es, eine permanente Auslastung zu erreichen. Nicht nur im Winter, sondern auch bei Sportwochen im Sommer. Übrigens: Die bisherige Wintersaison ist für Kärntens Touristiker sehr positiv verlaufen. Bis Ende Jänner gab es ein Nächtigungsplus von 1,2 Prozent. Die meisten Gäste kommen nach wie vor aus Deutschland, gefolgt von Italien und Tschechien.