„Die alte Tanke“ als Sammlerleidenschaft

Arthur Piskernik aus Feldkirchen geht einer ungewöhnlichen Leidenschaft nach: Er sammelt alte Tankstellen aus den 1920er Jahren bis in die 1970er Jahre. Vor sechs Jahren machte er sein Hobby zum Beruf und verkauft weltweit seine Exemplare.

Die Werkstatt in Feldkirchen platzt aus allen Nähten: Seit mehr als 20 Jahren sammelt Arthur Piskernik alte Tankstellen und alles, was dazu gehört. Geweckt wurde diese Leidenschaft schon in jungen Jahren. „Mit 15 Jahren habe ich das erste Oldtimer-Heft in den Händen gehalten und da war ich geflasht.“

Alte Tankstellen Sammler

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Alles, was mit Tankstellen zu tun hat, wird von Arthur Piskernik gesammelt

Alles begann mit Öldosen

Er habe dann angefangen, Öldosen zu sammeln,Oldtimer konnte er sich damals ja noch keine leisten, so Piskernik. Irgendwann später hatte er dann schon so viele Dinge beisammen, dass er eine ganze Tankstelle bauen hätte können. „Da habe ich mir gedacht, dann mach ich das halt.“

Von Esso bis Shell

Sammler und Maschinenbauer Arthur Piskernig in seiner Werkstatt in Feldkirchen. Eine Zeitreise.

Auch Museen zählen zu den Kunden

Mittlerweile ist er mit alten Tankstellen gut im Geschäft. Arthur Piskernik lebt von seiner Sammelleidenschaft. „Ich verkaufe die alten Tankstellen bis nach Japan.“ Zu seinen Kunden zählen Sammler, aber auch Museen auf der ganzen Welt. „Ich muss gestehen, in Österreich habe ich nur zwei Kunden.“

Historische Tankstellen

Weltweit werden die Tankstellenteile verkauft.

Die ungewöhnlichen Teile findet Arthur Piskernik oft bei Spezialmessen, in Altwarengeschäften oder bei Landwirten. „Leider bin ich oft zu spät gekommen.“ Mittlerweile habe er sich schon einen Namen gemacht. „Die Leute rufen mich an und sagen, dass sie etwas hätten. Und wenn ich den Platz habe und wenn das Budget passt, dann kaufe ich es.“

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In der Werkstatt in Feldkirchen ist kaum mehr Platz

Stundenlange Restauration

In stundenlanger Arbeit restauriert der gelernte Maschinenbauer dann die Einzelteile und fügt sie zu einem Ganzen zusammen. „Zerlegen, sandstrahlen, lackieren, polieren, bekleben - es ist schon sehr viel Arbeit.“ Motor und Pumpe werden ausgebaut, sonst wäre die Zapfsäule zu schwer. Außerdem dürfen sie wegen Umweltauflagen nicht mehr verwendet werden.

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Die „eiserne Jungfrau“ ist ein Treffpunkt für Oldtimer-Liebhaber

Sein jüngstes Exemplar ist eine „eiserne Jungfrau“, eine Zapfsäule aus den 1930er Jahren. Das Tankhäuschen wurde nach alten Vorbildern neu gebaut. Die restaurierten Tankstellen werden auf Oldtimermessen zum Verkauf angeboten.

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