Rosenberger-Insolvenz: 55 Betroffene in Kärnten

Der Autobahn-Raststätten-Betreiber Rosenberger ist pleite und wird am Montag am Landesgericht St. Pölten Insolvenz anmelden. Rosenberger beschäftigt österreichweit 600 Mitarbeiter. Zwei der insgesamt 17 Standorte befinden sich in Kärnten.

Die Autobahnraststation an der Südautobahn bei Völkermarkt gehört ebenso zur Rosenberger-Gruppe wie die Raststation Eisentratten an der Tauernautobahn. An den beiden Kärntner Standorten sind insgesamt 55 Mitarbeiter beschäftigt. Wie es für sie weitergeht ist offen. Einen Betriebsrat, der die Interessen der Mitarbeiter vertreten könnte, gibt es nicht. Trotzdem werde man den Betroffenen in Kärnten gemeinsam mit der Arbeiterkammer Beratung anbieten, sagte ÖGB-Landeschef Hermann Lipitsch am Freitag gegenüber dem ORF Kärnten.

Grafik zu Rosenberger-Standorten

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/Rosenberger

Ursache für Pleite: „Kredit nicht genehmigt“

Zwölf Millionen Euro Schulden soll das Unternehmen mit Sitz in Niederösterrreich laut Verein Creditforum angehäuft haben. Angestrebt wird ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung. Damit wolle man das Unternehmen, das seit 2013 in chinesischer Hand ist, langfristig absichern.

Einige hundert Mitarbeiter sollen auch das Novembergehalt noch nicht bekommen haben. Als Grund für die Pleite gibt die Geschäftsführung an, dass die Hausbank einen dringend benötigten Kredit nicht genehmigt habe.

Link: