Villacher Gemeinderat beschließt Budget 2019

Der Villacher Gemeinderat hat am Freitag den Budget-Voranschlag für 2019 beschlossen. Im Ordentlichen Haushalt sind Ausgaben und Einnahmen in der Höhe von je 207 Millionen Euro vorgesehen. Das ist im Vergleich zu 2018 ein Plus von 2,4 Prozent.

Der Budget-Voranschlag von Bürgermeister und Finanzreferent Günther Albel (SPÖ) wurde mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ und Grünen angenommen, hieß es am Freitag in einer Aussendung der Stadt Villach. Der parteilose Richard Pfeiler habe den Personalkosten zugestimmt, nicht aber den Sachkosten. Gegen den Voranschlag hätten ÖVP, BLV und ERDE gestimmt.

Budget Villach

Magistrat Villach

Jahrhundertchancen mit Infineon und Silicon Labs

Zu den Projekten, die derzeit in Villach realisiert werden, würden der Infineon-Ausbau, mit einer Investition von 1,6 Milliarden Euro und mindestens 750 neuen Jobs zählen. Für das Forschungs-Projekt „Silicon Austria Labs“ im Technologiepark Villach gebe es mehr als 100 Millionen Euro Investition und rund 100 neue Jobs. „Wenn sich solche Jahrhundertchancen für die Arbeitswelt der Zukunft auftun, muss man als öffentliche Hand mitziehen und für die bestmögliche Infrastruktur sorgen“, sagte Albel.

Die Stadt investiere daher 1,6 Millionen Euro in die Infineon-Straße, 4,7 Millionen Euro in die Verbesserung der Infrastruktur des Technologieparks sowie in Ansiedlungen im Zuge der Initiative „Silicon Austria Labs“. Die ebenso dort angesiedelte Fachhochschule erhalte 1,7 Millionen Euro.

Verbesserung der Ausbildung für Kinder

Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Verbesserung der Ausbildungsbedingung für Kinder. So würden in die Sanierung und den Ausbau von Kindergärten und Schulen insgesamt 7,6 Millionen Euro fließen. Für den Neubau und die Sanierung von Straßen seien 4,8 Millionen Euro vorgesehen, um rund 80 Prozent mehr als im Voranschlag 2018, heißt es in der Aussendung der Stadt Villach.

Die Infrastruktur des Rathauses werde im nächsten Jahr bürgernäher und effizienter gestaltet: Um 390.000 Euro sollen die Stadtservicestelle im Erdgeschoß, das Foyer und das Standesamt neu gestaltet werden. Mehr als 400.000 Euro seien außerdem für die digitale Modernisierung vorgesehen.

Hohe Pflichtausgaben für Soziales und LKH

Äußerst problematisch würden sich die verpflichtenden Ausgaben in den Bereichen „Soziales“ und „Landeskrankenanstalten“ entwickeln, sagte Bürgermeister Albel. Sie steigen um rund zwei Millionen auf 34,3 Millionen Euro an. Die diesbezüglichen Ausgaben hätten sich seit dem Jahr 2009 um 13 Millionen Euro erhöht. „Hier müssen wir als Stadt dringend mit dem Land einen anderen Weg finden. Diese Kosten nehmen uns im Budget die Luft zum Atmen“, sagte Albel. Für 2019 habe man mit einem internen Effizienzprogramm rund 1,5 Millionen Euro bei den Kosten senken und damit die gestiegenen Ausgaben zum Teil abfangen können.