Prozess: Immobilien-Betrüger verurteilt

Ein 39-jähriger Kärntner ist am Freitag wegen schweren, gewerbsmäßigen Betrugs zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Er hatte als Immobilienmakler Kunden betrogen und um insgesamt 126.000 Euro gebracht.

Wie Staatsanwältin Ines Küttler ausführte, ging der Angeklagte bei seinen Betrügereien höchst professionell vor. Er fälschte sogar Urkunden, um seine Opfer zu täuschen. Etwa hatte er ungerechtfertigterweise Provisionen kassiert und Anzahlungen entgegengenommen. Man müsse ihm aber zugutehalten, dass er von Anfang an geständig war und einen Teil des Schadens bereits wieder gut gemacht hab, sagte Küttler.

Über seine Verhältnisse gelebt

Der Angeklagte hatte seit der Schulzeit über seinen Verhältnissen gelebt und versuchte dann, seine finanzielle Misere durch die Betrügereien auszugleichen. Der Kärntner selbst sagte, er bereue, was passiert sei. „Der Fehler wird sicher nicht mehr passieren.“

Geständnis wirkte strafmildernd

Richter Uwe Dumpelnik sagte in der Urteilsbegründung, dass der Gesetzgeber Milde walten habe lassen, als er den Strafrahmen auf sechs Monate bis fünf Jahre senkte. Das Geständnis und die Schadenswiedergutmachung seien strafmildernd, erschwerend die mehrfache Fälschung von Urkunden und dass es insgesamt sieben Angriffe gegeben hatte.

„Spezialpräventiv spricht nichts dagegen, die Strafe auf eine Probezeit von drei Jahren auszusetzen“, so Dumpelnik. Der Angeklagte nahm das Urteil an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist somit noch nicht rechtskräftig.