Feuerwerke fast überall verboten

Aufgrund anhaltender Trockenheit ist auch in Klagenfurt heuer das Silvesterfeuerwerk verboten worden. Neben zahlreichen Gemeinden haben sich auch alle Bezirke Kärntens dazu entschlossen, Verbote auszusprechen, im Wald und waldnahen Gebieten Feuer zu entzünden.

Laut Pyrotechnikgesetz wird das Abschießen von Feuerwerkskörpern ab der Klasse F2 zu Silvester verboten. Das heißt also auch handelsübliche Raketen oder Batterien sind in zahlreichen Gemeinden - wie zum Beispiel Keutschach, Bad Bleiberg, Treffen am Ossiacher See, Ferlach, Ferndorf, Stall, Winklern oder Radenthein - nicht erlaubt. Wegen der Trockenheit gibt es heuer keine Ausnahmegenehmigungen durch die Bürgermeister. Werden dennoch Raketen abgeschossen, drohen bis zu 3.600 Euro Strafe.

Acht Großfeuerwerke genehmigt

Immer mehr Gemeinden und Bezirke ziehen die Paragrafen des Forstgesetzes heran, in denen die Regeln für das Entzünden von offenem Feuer im Wald und in waldnahen Gebieten verankert ist. Bei Zuwiderhandeln drohen bis zu 7.200 Euro Strafe.

Für Großfeuerwerke gibt es Ausnahmegenehmigungen. Insgesamt werde es in Kärnten acht angemeldete Großfeuerwerke geben, wie zum Beispiel im Bereich des Millstätter Sees, Villach und Velden. Diese Großfeuerwerke sind behördlich bewilligt und dürfen durchgeführt werden.

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Strafen drohen - doch wer kontrolliert?

Die große Frage ist und bleibt, wer das Verbot kontrollieren soll. Laut Gesetz sind bei Missachtung Strafen in der Höhe von mehreren Tausend Euro vorgesehen. In der Landeshauptstadt Klagenfurt zeigt eine ORF-Umfrage bei den Anbietern von Pyrotechnikartikeln, dass - trotz des herrschenden Verbots - Raketen gekauft werden wie jedes Jahr. Erlaubt sind jedoch Kinderfeuerwerke der Klasse F1, also Knallerbsen, Bienen, Bremsen oder kleine Vulkane. Schweizer Kracher gehören bereits zur verbotenen Klasse F2.

Wolfgang Zivny sagt, dass die Pyrotechniker dennoch massive Umsatzeinbrüche erleiden: „Es gibt quasi im Minutentakt Anrufe von Kunden, die die Feuerwerke abbestellen möchten. Viele fragen auch, ob sie schießen dürfen oder nicht. Wir greifen der Behörde nicht vor. Viele Kunden sagen auch, sie nehmen das Feuerwerk mit und schießen nächstes Jahr.“

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