Ungewisse Zukunft für Skigebiet Innerkrems

Nach der Petzen ist nun auch die Zukunft des Skigebiets in der Innerkrems ungewiss. Die Hoteliers wollen zum neuen Tourismusverband Nockberge wechseln. Damit könnten aber zahlreiche Tagesgäste abgezogen werden, befürchtet der Liftbetreiber.

In diesem Sommer stehen die Lifte in der Innerkrems still und es ist unsicher, ob sie im Winter fahren werden. Denn die 700 Betten in den Hotels der Innerkrems brächten zu wenig Gäste, um den Lift wirtschaftlich zu führen, sagt Betreiber Franz Kohlmaier. Er befürchtet nun auch, dass künftig die Tagesgäste aus den Hotels der umliegenden Gemeinden der Region Lieser-Maltatal verloren gehen. Denn die Hoteliers in der Innerkrems überlegen, mit der Gemeinde Krems den Tourismusverband Lieser-Maltatal zu verlassen und zum neuen Verband Nockberge zu wechseln.

Das bestätigt Tourismussprecher und Hotelier Christian Frühauf gegenüber dem ORF. Der Wechsel hätte vor allem im Sommer Marketing-Vorteile, argumentiert Frühauf. Am kommenden Freitag (26. Juni) stimmen die 100 Verbandsmitglieder der Gemeinde Krems darüber ab.

Skibustransfer in Innerkrems wackelt

Liftbetreiber Kohlmaier will diese Entscheidung abwarten, bevor er „notwendige Schritte“ setzt. Auch der Geschäftsführer der Region Lieser-Maltatal, Siggi Neuschitzer, hat Bedenken. Wenn die Kremser Betriebe den Regionsverband Lieser-Maltatal verlassen, dann würden die Gäste aus Gmünd und Trebesing in ein anderes Skigebiet gebracht: „Wir müssen dann den Skibustransfer in die Innerkrems aus finanziellen Gründen einstellen und die Gäste zum Katschberg oder auf das Goldeck fahren.“

Offen ist auch, ob die Hoteliers der Innerkrems nach einem möglichen Wechsel des Verbandes ein Übernahmeangebot für die Lifte legen. Noch liege jedenfalls keines vor, sagt Betreiber Kohlmaier.

Hoffnung für die Flattnitz

Eine Lösung zeichnet sich hingegen für den Weiterbetrieb der Skilifte auf der Flattnitz ab: Laut dem bisherigen Pächter Adolf Isopp könnte sein Pachtvertrag verlängert werden, wenn die umliegenden Gemeinden rund 50.000 Euro zuschießen, es gebe positive Signale. Vor dem Aus scheint hingegen das Skigebiet Petzen zu stehen, bis zuletzt fand sich kein Käufer - mehr dazu in Aus für Skigebiet Petzen.

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