Hoke-Ausstellung in Villach

Giselbert Hoke ist einer der bedeutendsten Künstler Kärntens und hat wie kein anderer die Stadt Villach mit seinen Arbeiten geprägt. Ein Querschnitt seines Schaffens ist noch bis 21. Juni in der Galerie Freihausgasse zu sehen.

Giselbert Hoke und Villach, das ist eine lange und mitunter auch schmerzhafte Geschichte, die sich über mehr als 50 Jahre erstreckt. 1953 erhielt der damals 26-Jährige zum ersten Mal einen Großauftrag: Die Gestaltung der Fresken in der neu erbauten Aufbahrungshalle St. Martin. Ein Maltagebuch, ausgestellt in der Galerie Freihausgasse, dokumentiert über 49 Tage die damaligen Ereignisse, so Kuratorin Edith Kapeller: „Diese Maltagebuch zeigen wir in einer Installation. Es beschreibt seine Arbeit an den Fresken und wie bald er Intrigen ausgesetzt war. Es berichtet auch von seiner Verzweiflung.“

Erster Kärntner Kunstskandal

Es wurde viel unternommen, um die Fertigstellung der Fresken zu verhindern - der erste Kärntner Kunstskandal. Über 40 Jahre später und längst akzeptiert, gestaltete Hoke den Eingangsbereich des LKH und auch den Flügelaltar der Krankenhauskapelle. Mit dem ersten Ergebnis unzufrieden, kreierte er ein zweites Altarbild, das nun in der Ausstellung zu sehen ist. Zu sehen sind auch seine Frauenakte und Landschaftsbilder, seine „Nadas“ und andere, teilweise noch nie ausgestellte Arbeiten, wie ein Selbstporträt aus dem Jahr 1965, so Edith Kapeller: „Wichtig war mir, aus dem Gesamtwerk Giselbert Hokes von den ganz frühen Arbeiten bis zu den letzten großen Nadas kleine Ausschnitte zu zeigen.“

„Es geht nur um das Bild“

Hoke, 87 Jahre alt, war bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie Freihausgasse anwesend. Hoke sagte über seine Arbeit, beim Malen eines Bildes gehe es um nichts mehr. „Keine Gedanken, man möchte dies, man -öchte das. Es gibt nur das Bild. Entweder es wird, oder es wird nicht.“ Die Ausstellung dokumentiert auf eindringliche Weise den Wandel im Schaffen Giselbert Hokes. Noch bis 21. Juni in der Galerie Freihausgasse in Villach.

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