„Noten und Anekdoten“ mit Gustl Auinger

Im September ist Gustl Auinger zu Gast in der Sendereihe „Noten und Anekdoten“ von Radio Kärnten. Auinger schaffte es in den 1980er-Jahren als reiner Privatfahrer in der 125er-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft die Werkteams hart zu fordern.

Er gewann fünf Grands Prix, stand 18 Mal am Podium und wurde 1985 Dritter in der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft.

Radio Kärnten Redakteur Rudi Omann, selbst begeisterter Motorradfahrer und Hobby Racer, hat sich mit Gustl Auinger in seiner Werkstätte in Fohnsdorf in der Steiermark getroffen, um mit ihm über sein Leben und die Begeisterung für den Motorradsport zu plaudern.

Noten und Anekdoten im September

ORF/Omann

Rudi Omann (li.) und Gustl Auinger

Der am 3. Mai 1955 in Lambach geborene Gustl Auinger schaffte es in den 1980er Jahren als reiner Privatfahrer in der 125er Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft die Werkteams hart zu fordern. Er gewann fünf Grands Prix, stand 18 Mal am Podium und wurde 1985 Dritter in der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft.

Erfolge brachten viel Anerkennung

Nicht nur aus heutiger Sicht sind diese Erfolge für einen Fahrer ohne jegliche Werksunterstützung absolut großartig und nahezu verwunderlich, sondern auch in der damals weniger stark reglementierten Zeit des Motorrad-Rennsportes waren Gustls Erfolge eine Sensation, die ihm weit über die Grenzen des Landes hinaus viel Anerkennung brachten.

Möglich wurden seine Erfolge durch seine bedingungslose Hingabe an das Rennfahren, seinen unbremsbaren Ehrgeiz auf der Strecke, seine kompromisslose Art auf der Suche nach den letzten Zehnteln und auch durch seine Beharrlichkeit Sponsoren zu suchen und zu finden. Wie es der österreichische Motorradsport-Berichterstatter Jimmy Riegler einmal treffend formulierte: „Gustl Auinger sah ständig rot. Auf dem Drehzahlmesser und auf dem Konto.“

Gefährliche Strecken brauchen Portion Wahnsinn

Erzählt Gustl heute von seinen Rennen, spürt man augenblicklich die große Portion Wahnsinn in ihm, die damals auf den sehr gefährlichen Strecken einfach notwendig war und man ist fast ein wenig irritiert, wie bodenständig, aufrichtig, freundlich, sympathisch und überhaupt nicht verrückt er auf der anderen Seite - also abseits der Strecke - ist.

Dass er dem Rennsport bis heute erhalten geblieben ist, darf als großes Glück bezeichnet werden. Als Coach beim ‚Red Bull Rookies Cup‘ betreut er junge Talente aus aller Herren Länder, lässt sie von seiner Erfahrung profitieren und unterstützt sie im mentalen Bereich. Und wenn es dann einer von ihnen auf ein MotoGP-Podium schafft - wie zum Beispiel Johann Zarco -, strahlt Gustl Auinger wie bei seinem größten Sieg in Misano 1985.

Radio Kärnten Noten und Anekdoten:

  • Montag – Freitag 12.50 Uhr „Mittagszeit“ und 17.50 Uhr „Servus Srečno Ciao“
  • Samstag 12.50 Uhr „Mittagszeit“ und 17.50 Uhr „Radio Kärnten Wochenend“
  • Sonntag um 9.10 Uhr „Guten Morgen Kärnten“ und 17.50 Uhr „Radio Kärnten Wochenend“

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