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SO | 21.03.2010
Schüler beim Skikurs (Bild: ORF)
RADIO
Auslaufmodell Schulskikurs?
Die Zahl der Schulskikurse geht seit vielen Jahren weiter zurück. Durch die Schulautonomie und nötige Sparmaßnahmen wurde diese Entwicklung auch erwartet. In der "Streitkultur" wurde über mögliche Auswege diskutiert.
Vor zehn Jahren waren in Kärnten rund 14.000 Schüler pro Saison auf den Pisten, heuer sind es noch rund 11.000.
Wolfgang Löscher, Obmann der Fachgruppe Seilbahnen der Wirtschaftskammer (Bild: ORF/Kopeinig) Ein Drittel der Wintersporttage weggebrochen
Wolfgang Löscher, Obmann der Fachgruppe Seilbahnen der Wirtschaftskammer: "Österreichweit kann man sagen, dass in den letzten 15 Jahren fast ein Drittel der Wintersporttage weggebrochen ist."
Stefan Leitner, Betreiber einer Jugendherberge am Nassfeld (Bild: ORF/Kopeinig)
Konkurrenz durch viele Veranstaltungen.
Konkurrenz durch Sommersportwochen
Die Konkurrenz durch andere Schulveranstaltungen macht den Rückgang aus, sagte Stefan Leitner, Betreiber einer Jugendherberge am Nassfeld.

"Jede Schule bietet Sprachreisen an, Sommersportwochen, Projektwochen, das ist eine Konkurrenz für den Skikurs. Vorher gab es das ja nicht", sagte Leitner
Elternvertreter Ulf Scheriau (Bild: ORF/Kopeinig)
Wird Skifahren zum Elitesport?
Elternvertreter: "Einfach zu teuer"
Das Land Kärnten übernimmt für Schüler zwar die Liftkosten während der Schulskiwoche. Doch der Wintersport an sich ist einfach zu teuer, sagte Elternvertreter Ulf Scheriau.

"Ich hab die Befürchtung, dass er zum Elitesport wird. Dass sich nur wenige den Skisport leisten werden können aus Sicht des Elternhauses. Damit werden wir die sozial Schwachen nicht mehr auf den Skihang bringen", so Scheriau.
Landesschulinspektorin Renate Macher-Meyenburg (Bild: ORF/Kopeinig) Mangelnde Ausbildung der Lehrer
Landesschulinspektorin Renate Macher-Meyenburg kritisiert die zu geringe Ausbildung der Lehrer. Das treffe insbesondere die Volksschullehrer.

"Es kann nicht so sein, dass die Grundschullehrer keine verpflichtende Ausbildung mehr haben im Wintersportbereich. Hier werden wichtige Grundlagen gesetzt, hier müssen wir investieren", sagte Macher-Meyenburg.
Josef Wieltsch, der Direktor des Borg Klagenfurt (Bild: ORF/Kopeinig) Mehr Kooperation mit Skigebieten
Auch an der pädagogischen Hochschule wird bei der Sportausbildung gespart, sagte Josef Wieltsch, der Direktor des Borg Klagenfurt: "Es wird dort jetzt gespart. Das ist ein ausgesprochener Kampf und Krampf, um Geldmittel zu lukrieren für die Fortbildungswilligen."

Wieltsch wünscht sich eine bessere Zusammenarbeit mit und mehr Information aus den Skigebieten.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
geistige Bildung wird kaputtgespart
zlataribica, vor 39 Tagen, 19 Stunden, 40 Minuten
aber Hauptsache, jede/r Österreicher/in kann schifahren. Das ist das Allerwichtigste in einem Land, in dem man LH sein kann, wenn einem vom Gericht amtlich Dummheit bescheinigt worden ist. Darauf sind wir stolz.Ich sag jetzt nicht, daß Sport nicht wichtig ist. Aber: andere Sportarten, die vielleicht wesentlich günstiger sind, existieren quasi nicht. Wie wärs mit Eislaufen, Schwimmen, Langlauf, Ballsport? Könnte ein Selbstverteidigungskurs nützlich sein? Und wenn schon Schifahren- warum muß es eine ganze Woche sein? Reicht nicht auch ein Schitag, für den man sich eine Ausrüstung ausleihen kann und vor dem man sich notfalls leichter drücken kann (etwa, weil man Angst vor Verletzungen hat, oder weil man sich schämt, daß man sichs nicht leisten kann)
Die Kosten
landderhämmer, vor 39 Tagen, 20 Stunden, 9 Minuten
sind bis auf wenige Ausnahmen nur billige Ausreden. Es mangelt primär am Interesse für Bewegung, Sport, Freiluftaktivitäten v.a. im Winter. Und das primär bei den Eltern. Und Äpfel fallen eben nicht weit vom Stamm. Unsere angeblich so moderne Leistungsgesellschaft ist faul und träge geworden, alles was Mühe bereitet oder bereiten könnte, wird gemieden. Das Ergebnis sieht man vor allem in den städtischen Schulen: Dickerchen wohin man schaut. Mit diesen bewegungsfaulen Dickerchen bekommt unser großzügiges Krankenkassensystem in absehbarer Zeit ärgste Probleme. Wer sich daher im Kindheits- und Jugendalter in Sachen Sport und Bewegung allein am Geld orientiert (Schikurse zu teuer), der wird die Rechnung eben später und in weit höherem Ausmaß bezahlen müssen. Einen Vorteil hat diese Entwicklung: Kriege zu führen, wird man sich hüten. Weshalb? Ganz einfach - es gibt immer weniger gesunde Jungsoldaten. Welche Armee zieht mit Übergewichtigen, Hochdruckpatienten und Gichtlern in den Krieg. Keine einzige.
siehe weiter unten
escalador, vor 39 Tagen, 20 Stunden, 4 Minuten
Das Interesse muss von den Eltern geweckt werden. bei der momentanen Preisgestaltung der Bergbahnen ist das für eine normalverdienende Familie schlichtweg utopisch, das kann man sich vielleicht 1 oder 2x pro Saison leisten.
stimme escalador zu
zlataribica, vor 39 Tagen, 19 Stunden, 45 Minuten
vor allem für Familien mit mehreren Kindern ist das eine Riesenbelastung. Und da man sich in den Hintern rein schämt dafür, dass man es sich nicht leisten kann, wird kräftig das Konto überzogen- mit "Schulbeihilfen" ist jedenfalls nicht zu rechnen, auch wenn die immer angepriesen werden. Besser wäre es, hin und wieder einen Schitag anzubieten, das ist billiger. Außerdem gibt es andere Wintersportarten auch noch, etwa Langlaufen oder Eislaufen. Na, und dann gäbs noch andere Jahreszeiten: was spricht gegen einen Ausflug ins Freibad oder an einen nahe gelegene See? Was spricht- generell- gegen einen Selbstverteidigungskurs? An niederländischen Schulen ist das Standard!
Sie wollen Arbeitsplätze in Kärnten ,
dasa, vor 39 Tagen, 22 Stunden, 2 Minuten
tragen aber ihr Geld brav in andere Gebiete,aber der Blick über den Tellerrand ,schaffen sie einfach nicht.
jeder jammert was das alles kostet.
polsterle, vor 40 Tagen, 38 Minuten
aber dann muss ich halt im sommer mal im land bleiben und keine flugreise buchen, so schauts aus. dann kann man sich auch den schulskikurs leisten.
DIe Leute, die sich die Schulschikurse nicht
falottenparteikärntens, vor 40 Tagen, 30 Minuten
nicht leisten können, die waren wohl noch nie in Urlaub. Obe Sommer oder egal wann.

Die haben auch meist mehr als 1 Kind.
so so @polsterle, ... es geht auch um Sicherheit!
vision100, vor 40 Tagen, 18 Minuten
- solange der wintersport so gefährlich ist, ist die besorgte haltung vieler elten sehr gut verständlich

- es geht halt nicht nur ums geld - auch die sicherheit der kinder ist sehr wichtig!
wozu noch schulschikurse?
vision100, vor 40 Tagen, 47 Minuten
- fast tag täglich kann man über schwerste verletzungen im wintersport lesen

- eine unfallmeldung jagt die andere, hubschraubereinsätze für schwerstverletzte sind in den schigebieten fast am tagesplan, lawienen donnern auf die schipisten, abseit der piste lauern unkalkulierbare gefahen, die rücksichtslosen pistenflitzer nehmen jährlich zu, die ausrüstung und die lifte kosten ein vermögen, und und und

- schifahren wird unbestritten immer gefährlicher, selbst die großen ösv schisport-vorbilder erleiden immer wieder erhebliche verletzungen mit dauerhaften und unbehebbaren schäden ...

- man kann es sehr gut verstehen - wenn sich viele eltern sehr besorgt zeigen und ihre kinder nicht diesen erheblichen winterlichen gefahren aussetzen wollen
Es ist nicht nur der Schulskikurs
escalador, vor 40 Tagen, 49 Minuten
vergleicht man die Preise einer Tageskarte von z.B. Kleinkirchheim mit Serfaus oder Nauders (beides Top-Gebiete, €18.-! für Einheimische Erwachsene) erübrigt sich jede Diskussion.
Großeltern können helfen: Skifahren ab 4 !
carantane, vor 40 Tagen, 1 Stunde, 52 Minuten
Da gibt es noch nicht so viele Ablenkungen und sie haben meist auch richtig Spass.
Skikurs kostet einmal 100 €, Ski ebenfalls und für den Lift gibt es als Anschlußkarte für den Kärntner Skipaß:

Enkelkarte 0-5 J nur 22 € und für 6-15 um 157 €.
Und das für den ganzen Winter und für ganz Kärnten und Osttirol.
wozu
neuer4, vor 40 Tagen, 2 Stunden, 7 Minuten
schulskikurse wenn keiner mehr den skilehrer versteht.
Schulskikurse sind gefährlich!
karl50, vor 40 Tagen, 2 Stunden, 18 Minuten
Täglich erleben wir wie gefährlich es in den Bergen ist Lawinenabgänge, Helmpflicht.... trotzdem sind in den Skigebieten die Krankenhäuser überfüllt. Für Kinder gibt es weit weniger gefährlich Sportarten!
Das Problem liegt woanders
osterreh, vor 40 Tagen, 3 Stunden, 36 Minuten
Meine Schulzeit liegt schon länger zurück und ich kann selbst "nur" auf einen Schulskikurs zurückblicken.
Mehr wurde auch damals nicht angeboten.
Meine Eltern sind keine Skifahrer und sind auch nie mit uns auf Skiurlaub gewesen.
Wir haben uns trotzdem zu Weihnachten Ski gewünscht, sind damit hinausgegangen, haben uns einen Hang gesucht und sind dort runtergefahren und raufgetreten, usw., usw.

.. und ich bin heute noch ein begeisterter Skifahrer.

Unsere Kinder und Kindeskinder können heute bereits mit 4 Jahren an Skikursen teilnehmen, es gibt unzählige Vereine, die Kinderskikurse (aufgrund der ehrenamtlichen Mitarbeiter) zu extrem günstigen Preisen anbieten, Eltern gehen heute mit Ihren Kindern zum skifahren.

Das Problem liegt in Wirklichkeit ganz woanders:
Nämlich, dass die Kinder nicht mehr wollen. Computerspiele und Handys sind viel wichtiger. Sport betreibt man, wenn schon, dann auf einer Wii-Konsole, die Kinder wollen (wenn man sie dann doch überzeugen kann) nur mehr von coolen und bequemen Liften befördert werden und mindestens 4-Sterne Standard haben.

Das Problem liegt mit Sicherheit nicht bei unseren Lehrern und nicht am Geld, den Geld hatten wir damals viel, viel weniger.
du sprichst mir aus der Seele
mötinga, vor 40 Tagen, 2 Stunden, 58 Minuten
denn du hast völlig recht. Wenn Eltern Kinder nicht mehr zum skifahren animieren können, dann sind sie für diesen Sport verloren. Es stimmt schon, dass gerade Volksschullehrer das Skifahren teilweise nicht vermitteln können. Es ist sogar noch schlimmer. Volksschullehrer sind oftmals überhaupt nicht in der Lage, einen ordentlichen Turnunterricht zu vermitteln. Wenn die Eltern in dieser Zeit mit den Kindern diesbezüglich nichts unternehmen, dann kommen sie in die Hauptschule bzw. Gymnasium und können oftmals nicht einmal einen Purzelbaum. Ich hoffe und denke mir, dass die jetzt ausgebildeten Volksschullehrer dies besser bewältigen.
mit selber hinaufbretteln
reistsenkzom, vor 40 Tagen, 2 Stunden, 36 Minuten
ist heute nicht mehr möglich. Früher gab es ganz andere Schischuhe
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