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SO | 21.03.2010
Kinder zeigen in Schulklasse alle auf
BILDUNG
Neue Mittelschule: Heftige Kritik nach Absagen
Die Debatte um die neue Mittelschule dauert an: Nur rund 50 Prozent der eingereichten Schulen sind genehmigt worden. Die Auswahl sei unprofessionell erfolgt, sagen Kritiker. Sie fordern eine neue, "objektivere" Auswahl.
Ministerium hält sich strikt an Zehn-Prozent-Grenze
Nur für zehn Prozent aller Klassen
Die Neue Mittelschule, die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen, wird nach wie vor als Schulversuch geführt. Dieser ist laut Gesetz nur in zehn Prozent aller Klassen möglich, einer Erhöhung auf 20 Prozent hat die ÖVP auf Bundesebene nicht zugestimmt.

Genau das ist laut Walter Ebner, dem amtsführenden Präsidenten des Kärntner Landesschulrates, auch der Grund dafür, dass nicht alle Schulen, die ein Konzept für die Neue Mittelschule vorgelegt haben, auch als solche geführt werden können. Das Ministerium hält sich nämlich strikt an die Zehn-Prozent-Grenze.
Die neue Mittelschule wird für 36 Klassen umgesetzt.
50 Prozent nicht genehmigt
50 Prozent der eingereichten Schulen seien, laut Ebner, nicht genehmigt worden und eine Erweiterung auf mehr Schulklassen seien bedauerlicherweise nicht möglich, da das Bundesministerium die Zusage dafür wieder zurück genommen habe.

Diese Zusage, die wohl etwas zu voreilig an die Schulen weitergegeben worden sein dürfte, habe es allerdings nur mündlich und niemals schriftlich gegeben, bekennt Ebner ein und entschuldigt sich dafür auch bei allen Betroffenen.

Dennoch wird es im kommenden Schuljahr bei den 13 neuen Standorten für die Neue Mittelschule mit 36 Klassen bleiben. Neun Schulen, die die Zusagen gehabt haben, sind herausgefallen und bleiben damit Hauptschulen, was für heftige Proteste bei Eltern und Lehrern sorgt.
Einzelne Standorte
würden bevorzugt
SPÖ: Entscheidungen nicht nachvollziehbar
Der Vizepräsident des Landeschulrates, Rudolf Altersberger (SPÖ), kritisierte die Art und Weise, wie die neuen Standorte ausgewählt worden sind: Die Entscheidungen für die 13 festgelegten Standorte seien "etwas unprofessionell, intransparent und nicht nachvollziehbar" getroffen worden.

Man habe die "pädagogischen, fachlichen und regionalen Kriterien" der einzelnen Angemeldeten vernachlässigt. Altersberger vermutet ebenfalls politische Motive als Grund für die Bevorzugung mancher Standorte, "weil eben der Wohnort in der Nähe gewisser Politiker liegt."
Anzeige gegen Spittaler Schulgemeindeverband
Neue Auswahl gefordert
Daher wäre es wohl das Beste, wenn man die 13 Standorte nach objektiven Kriterien neu auswählen würde, sagte Altersberger. Im Zusammenhang damit gebe es auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen den Vorsitzenden des Schulgemeindeverbandes Spittal an der Drau.

Laut Altersberger habe er nämlich die Direktion der Hauptschule 2 in Spittal ohne vorherigen Beschluss im Gremium aufgelöst.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
Es ist ein Wahnsinn, die Bundes ÖVP verhindert ein besseres Schulsystem.
jugend, vor 40 Tagen, 20 Stunden, 21 Minuten
Hat der Martinz überhaupt nichts mehr zu sagen?
Was treibt dich zu diesem Wahn?
klingebiel, vor 40 Tagen, 10 Stunden, 44 Minuten
Es handelt sich um einen Schulversuch, d.h., es wird erst zu evaluieren sein, ob wir dabei tatsächlich bessere Ergebnisse erzielen. Ich habe dabei so meine Zweifel. Letztlich läft es nur darauf hinaus, Erziehungsarbeit die von den Eltern geleistet weden soll, an die Schule abzuschieben. Das funktioniert aber nicht. Diese neue MS ist letztlich nichts anderes als eine Nivellierung nach unten! Der steigende Zugang zu Privatschulen beweist es! Aus 5 leeren Säcken lässt sich halt begreiflicherweise kein voller Sack machen :(
Ausnahmsweise ist einmal die ÖVP unschuldig
omama, vor 40 Tagen, 8 Stunden, 24 Minuten
Fragt mal Uwe, wer die Schulen gestrichen hat. Ihr braucht nur schauen, welche Schulen neu im Schulversuch sind.
Eltern, Lehrer u. Schüler sind für die Neue Mittelschule
jugend, vor 40 Tagen, 8 Stunden, 9 Minuten
und in vielen Gemeinden ist der Wunsch groß, nur die Bundes ÖVP verhindert es.
denkerin, vor 41 Tagen, 2 Stunden, 19 Minuten
"...Das Ministerium hält sich nämlich strikt an die Zehn-Prozent-Grenze."
Das Ministerium MUSS sich an diese Grenze halten, das ist gesetzliche Grundlage für Schulversuche (hat auch mit der Finanzierung zu tun, weil Schulversuche immer auch mehr Geld zur Verfügung gestellt bekommen).

Diese Gesetzeslage könnte nur über die Regierung geändert werden (dazu ist die einfache Mehrheit notwendig), da stellt sich aber die ÖVP quer, weil die sowieso gegen die Gesamtschule für die 10-14-Jährigen ist.
wir haben schlechte PISA-Ergebnisse
bitteichweißwas, vor 41 Tagen, 6 Stunden, 6 Minuten
alle wollen daran was ändern, es gibt einen Schulversuch, der die Kinder besser fördert, den die Schulen samt Lehrern und Eltern wollen, nur die Politiker braten quer.
lasst euch von den PISA-Ergebnissen nicht verrückt machen
zuschi, vor 41 Tagen, 5 Stunden, 59 Minuten
Finnland ist nur deshalb beim PISA Test vorne, weil sie gezielt darauf hinarbeiten. Aber das soll doch nicht das Ziel der Bildungspolitik sein.
Richtig, @zuschi.
denkerin, vor 41 Tagen, 2 Stunden, 18 Minuten
Ich kann das Wort "PISA" schon gar nicht mehr hören...
Mit diesen Tests ist noch überhaupt nichts ausgesagt, viele Bereiche, für die die Schule auch zuständig ist, werden gar nicht abgefragt.
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