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SA | 20.03.2010
AKW Krsko (Bild: ORF)
ENERGIE
Slowenien will zweiten Reaktorblock
Bis zum Sommer 2010 will Slowenien über den Bau eines zweiten Reaktorblocks im Atomkraftwerk Krsko entscheiden. Das hat am Freitag der slowenische Wirtschaftsminister angekündigt.
Entscheidung bis Mitte 2010
Der geplante zweite Reaktorblock im slowenischen Atomkraftwerk Krsko könnte ab dem jahr 2015 gebaut werden. Das kündigte der slowenische Wirtschaftsminister Matej Lahovnik am Freitag gegenüber der slowenischen Nachrichtenagentur STA an.

"Ich unterstütze den Bau des zweiten Reaktors, weil die Atomenergie für Slowenien sehr attraktiv und notwendig ist", sagte der liberale Politiker weiter. Eine endgültige Entscheidung zum Ausbau des AKW Krsko soll bis Mitte 2010 im Rahmen des neuen staatlichen Energieprogramms gefasst werden.
Neuer Reaktorblock ab 2020 in Betrieb
Der neue Block mit einer Leistung von 1.000 bzw. 1600 Megawatt könnte 2020 in Betrieb genommen werden. Seine Betriebsdauer würde 60 Jahre betragen, mit der Möglichkeit einer 20-jährigen Verlängerung.

Als mögliche Lieferanten werden der amerikanische Konzern Westinghouse, der Anfang der 1980er Jahre den ersten Reaktorblock in Krsko baute, die französische Areva oder die japanische Mitsubishi gehandelt.
Umstrittenes Kraftwerk Krsko
Das Anfang der 1980er Jahre mit westlicher Technologie errichtete Krsko ist bei Atomgegnern vor allem deswegen umstritten, weil es auf einer Erdbebenlinie liegen soll.

Anfang Juni l2008 öste die EU-Kommission nach dem Austritt von Kühlwasser im AKW-Kühlsystem einen europaweiten Alarm aus, der sich jedoch bald schon als übertrieben herausstellte. Die EU-Kommission lobte damals die Transparenz der slowenischen Atombehörden.

In Österreich reagierte man jedoch verstimmt, weil die Laibacher Atomsicherheitsbehörde in ihrer Zwischenfallsmeldung irrtümlich von einer "Übung" berichtet hatte.
Italien könnte Slowenien beim Bau unterstützen.
Wert: Bis zu 5 Milliarden Euro
Der Wert des Projekts wird auf 3,5 bis 5 Milliarden Euro geschätzt. Angesicht dessen werde dies nicht nur ein Projekt der slowenischen Energiewirtschaft, sondern des gesamten Landes sein, sagte der Minister.

Beobachter halten es für unwahrscheinlich, dass die für den AKW-Bau erforderlichen Mittel in Slowenien allein aufzutreiben sein werden. Medienberichten zufolge ist vor allem Italien interessiert, sich an dem Bauprojekt zu beteiligen.
Fragen zur Lagerung des Atommülls noch zu klären.
Volksabstimmung geplant
In Zusammenhang mit einer Volksabstimmung über den etwaigen AKW-Bau betonte Lahovnik, dass zuvor alle offenen Fragen wie die Ablage des Atommülls oder der Umweltauswirkungen geklärt werden müssen. "Wir müssen genaue Antworten haben, um glaubwürdig zu sein." Für ein Referendum in dieser Frage hat sich bereits Ministerpräsident Borut Pahor ausgesprochen.

Im Fall einer positiven Entscheidung über den Bau des zweiten Reaktorblocks würden zwischen 2011 und 2013 die nötigen Ausschreibungen durchgeführt werden, mit dem Bau würde man im Jahr 2015 starten, geht aus den Projektanalysen hervor.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
aktuell, vor 118 Tagen, 12 Stunden, 44 Minuten
Ich meine, Slowenien hat mit seinem Atomkraftwerk in den letzten Jahrzehnten viel weniger Schaden angerichtet, als Österreich mit seinen "so sauberen" thermischen Kraftwerken Voitsberg, Mellach, St. Andrä etc.

Auch die geplanten Gaskraftwerke Mellach und Klagenfurt werden ein "gigantischer" Umweltverpester im Vergleich zum AKW-Krsko sein - oder?
Aber sollten sie mal "Schaden" anrichten.....
wollfisch, vor 118 Tagen, 9 Stunden, 37 Minuten
ist es zu Ende.
Danke EU............
wollfisch, vor 118 Tagen, 14 Stunden, 27 Minuten
ich fordere eine Volksabstimmung zum Austritt aus diesen Schwachsinnsverein EU.
ja, so sind sie , die slowenen.....
knasti, vor 118 Tagen, 16 Stunden, 9 Minuten
dabei haben sie vor eu-beitritt hoch und heilig versprochen, aus dem atomprogramm auszusteigen.

was heisst versprochen: es war sozusagen eine verpflichtung von ihnen. dafür wurden sie auch in die eu genommen.

diesem land kann man halt nicht vertrauen.

und noch was fällt mir auf: wo sind die grünen ?
Des kann ja für euch Nordslowenen kein Problem darstellen...
zinkenbert, vor 118 Tagen, 13 Stunden, 25 Minuten
..ihr habt ja jahrelange Erfahrung mit nichteingehaltenen Versprechen eines Wunderpolitikers.

Wozu also die Aufregung, "business as usual" dort unten..:-)
so siehst du das also zinke......
knasti, vor 118 Tagen, 10 Stunden, 44 Minuten
also bist doch ein nationaler slowene...obwohl immer das gegenteil behauptest.

aber wenigstens erkennt man dann deine intentionen :)

entlarvend.....
hoch und heilig versprochen....
igel5, vor 118 Tagen, 10 Stunden, 5 Minuten
könnten ja schon fast kärntner sein !
Weshalb sollten sich unsere Banken diesmal nicht daran beteiligen?
hellohello, vor 118 Tagen, 18 Stunden, 22 Minuten
derkaerntner, vor 118 Tagen, 18 Stunden, 34 Minuten
Komisch, kaum Grüne hier, dabei wäre das doch ein Kernthema der grünen Bewegung.
in zeiten wie diesen,
baumi1001, vor 118 Tagen, 18 Stunden, 35 Minuten
würde ich abraten von so einem projekt!
zuviel schundluder wird getrieben!fehler bzw übergangene punkte würden bei so einem projekt verherende folgen mit sich ziehen.
daher finger weg!
ich hoffe, österreich beteiligt sich hier nicht mit einer geldspritze!(beim selbsternannten nachfolger von yugo)
derkaerntner, vor 118 Tagen, 18 Stunden, 32 Minuten
Dein Wort in Gottes Ohr Baumi. Österreich müsste auch den Druck zur Abschaltung des bestehenden AKW´s wieder verstärken. Aber unsere Kasperln in Wien interessiert das nicht mehr.
Strahlende Geschichten gibt´s.
dasa, vor 118 Tagen, 18 Stunden, 56 Minuten
derkaerntner, vor 119 Tagen, 6 Stunden, 39 Minuten
Und Österreich wird zusehen und die einstige Bedingung, nämlich der Abschaltung von Krsko I, für den EU Beitritt einfach vergessen haben. Der guten Nachbarschaft wegen.......
tux81, vor 119 Tagen, 5 Stunden, 44 Minuten
Ja eh, wär mal etwas Neues, wenn sich Politiker an Abmachungen erinnern, die länger als 1 Jahr her sind.

Aber solange die Energie Klagenfurt die Haushalte der Landeshauptstadt mit über 20 % Strom aus Atomkraftwerken versorgt können wir hier in Kärnten wohl kaum den Moralapostel spielen. Bei der Kelag liegt der Anteil übrigens auch bei 17 %.

Einzig beim Verbund erhält man den Strom aus rein österreichischer Wasserkraft. Durch die Liberalisierung am Strommarkt kann man also selbst wählen, ob man die Atomlobby unterstützen will oder nicht.

Außerdem kann man dabei wählen ob man den SK Austria Kärnten indirekt sponsern will oder nicht ;) Als Steuerzahler kann ich's mir nicht aussuchen, wenn das Geld dort versenkt wird. Als Stromkunde hab ich zu jenem Anbieter gewechselt, der diesen Club nicht das Geld zuschanzt.
das vergessen
hammergottes, vor 118 Tagen, 17 Stunden, 27 Minuten
ist so eine sache ....besonders um so mehr man in den süden kommt !
um so näher eher .....*^^
igel5, vor 118 Tagen, 10 Stunden, 2 Minuten
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