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KUNST |
09.10.2009 |
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Korea-Ausstellung lässt Wogen hochgehen
Landtagspräsident Josef Lobnig (BZÖ) verteidigt die geplante Fotoausstellung "Die Wahrheit über Nordkorea". Sie zeigt laut dem Fotografen ein Land ohne Asylanten und Ausländer, voller Heimattreue.
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Kritik der SPÖ und ÖVP. |
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SPÖ: Verherrlichung von totalitärem Regime
Die für den 21. Oktober angesetzte Fotoausstellung im Landhaus hat Lobnig als Hausherrn in Erklärungsnot gebracht. Der Fotograf Wolfgang Bogner aus Villach will mit seinen Bildern die - wie er in der offiziellen Einladung des Landhauses schreibt - "Lügenpropaganda über Nordkorea" aufdecken.
Tatsächlich sei Nordkorea "geprägt von Heimattreue", es gebe dort keine Ausländer und auch keine Asylanten. SPÖ-Landesparteiobmann Reinhard Rohr warf Lobnig deshalb vor, das Landhaus für die die Verherrlichung eines totalitären Regimes zu öffnen.
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Fotograf will das "wahre" Nordkorea zeigen. |
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Bogner: "Imperialistische Lügenpropaganda"
Die Fotoshow von Bogner ist ein Versuch, die "imperialistische Lügenpropaganda" über Nordkorea aufzudecken, heißt es in der Einladung zur Vernissage, die die Landhausgalerie ausgesendet hat.
Beigelegt ist der Einladung ein Pressetext, den Wolfgang Bogner selbst verfasst hat. Und der strotzt geradezu von Aussagen über die angeblich paradiesischen Zustände, die in Nordkorea herrschen sollen.
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Zum Beispiel: "Die Hauptstadt präsentiert sich blitzsauber, die Leute tragen tadellose Kleidung, das Essen schmeckt und von der vielzitierten Hungersnot habe er, Bogner, weit und breit nichts gemerkt", schreibt Bogner. Und weiter: "Außer einer winzigen Minderheit von einem Prozent Chihesen gibt es keine Ausländer, somit auch keine Asylanten, man sieht keinerlei Gesindel in den Straßen, keine Arbeitslosen, keine Bettler oder Betrunkenen."
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Lobnig: Gestaltung obliegt dem Künstler. |
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"Wertung bleibt Publikum vorbehalten"
Lobnig zu den Vorwürfen, dass damit ein totalitäres Regime verherrlicht werde: "Es geht hier nicht um die Verherrlichung, ich verwehre mich dagegen, sondern hier geht es um den freien Zugang zur Galerie für Kärntner Künstler, die eine Ausstellung machen wollen. Die Wertung der Ausstellung ist nicht der Politik vorbehalten, sondern ganz sicher dem Besucher."
Die Gestaltung der Einladung sowie die Bilder und Texte stammen laut Lobnig vom Künstler und nicht von ihm oder vom Landtagsamt.
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Pirker war fünfmal in Nordkorea. |
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"Letzter kommunistischer Gulag"
Wesentlich kritischer sieht der ehemalige EU-Abgeordnete der ÖVP, Hubert Pirker, die geplante Bogner-Ausstellung. In seiner Abgeordneten-Zeit hat er Nordkorea fünfmal besucht und kennt die Verhältnisse dort sehr genau.
Pirker: "Überrascht war ich über die Aussage des Herrn Präsidenten, dass Herr Bogner mit dieser Ausstellung versuchen wird, das Bild über das Land Nordkorea zurechtzurücken und zu zeigen, dass es dort Heimattreue gibt, dass es keine Asylanten und keine Ausländer gibt, dass die Situation in Ordnung ist. Das ist beleibe nicht der Fall. Die Realität ist viel mehr, dass das Land der letzte kommunistische Gulag ist."
Dort herrsche ein totalitäres Regime mit einem verrückten Diktator, so Pirker. Es gebe selbstverständlich keine Asylanten, weil die Leute eher die Flucht ergreifen, wenn sie könnten. Das Bild ist vermutlich verzerrt, weil Fotografen und Besucher vom Regime nur an Orte geführt werden, die der propagandistischen Absicht dienen, so Pirker weiter.
Die Schau werde laut Lobnig nicht abgesagt.
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kaernten.ORF.at
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higatan, vor 122 Tagen, 23 Stunden, 57 Minuten
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glockner, vor 123 Tagen, 4 Stunden, 29 Minuten
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wollfisch, vor 123 Tagen, 5 Stunden, 1 Minute
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feifale, vor 123 Tagen, 5 Stunden, 15 Minuten
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vitalino, vor 123 Tagen, 6 Stunden, 8 Minuten
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roberts, vor 123 Tagen, 7 Stunden, 22 Minuten
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