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DI | 09.02.2010
Unternehmer (Bild: Fotolia/Ramona Heim)
WIRTSCHAFT
Immer mehr Jungunternehmer
Trotz Wirtschaftskrise gab es noch nie so viele Jungunternehmer. Viele Arbeitslose machten sich selbstständig, ebenso viele Pflegekräfte. Aber auch Firmen wollen, dass ehemalige Mitarbeiter nun als Selbstständige Rechnungen stellen.
Ehemalige Angestellte und Arbeiter stellen nun Rechnungen.
Firmen sparen sich Lohnkosten
2.000 Unternehmen werden in Kärnten jährlich gegründet, auch heuer waren es so viele. Ob trotz oder wegen der Wirtschaftskrise, darüber gehen die Meinungen auseinander. Reinhard Huber von der BIT-Managementberatung betreut Arbeitslose, die ihr eigener Arbeitgeber werden wollen oder müssen. Immer öfter sind Handwerker betroffen. Huber: "Es wird den Leuten 'empfohlen' dass sie das auf selbstständiger Basis machen, weil die Lohnkosten im Unternehmen auch immer eine entsprechende Rolle spielen. Die Leute machen dieselbe Tätigkeit wie vorher, verrechnen diese Tätigkeit aber dem früheren Arbeitergeber."
An Ideen festhalten
Mit der Krise hat der Gründerboom nichts zu tun, meint hingegen Paul Perkonig von der Jungen Wirtschaft, der Jungunternehmerorganisation der Wirtschaftskammer. Perkonig: "Das Spannende an der Sache ist, dass die Jungunternehmer und Gründer trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten an ihrer Unternehmensidee festhalten."
Die meisten arbeiten alleine.
80 Prozent sind Ein-Mann/Frau-Betriebe
Auffallend ist aber, der Großteil der Jungunternehmer, 80 Prozent sind Ein-Mann-oder Ein-Frau-Betriebe. Auch der Maler Raimund Moore hat keine Mitarbeiter: "Ich bin für mich selbst verantwortlich, ich brauche auf niemanden aufpassen, wenn ich einmal aufhöre. Das geht recht gut."
300 neue Unternehmer sind ehemalige Pflegekräfte.
15 Prozent sind Pflegekräfte
Zu dem Anstieg dieser Einzelunternehmen tragen auch die ausländischen Pflegekräfte in Kärnten bei: Sie müssen entweder von den Angehörigen als Mitarbeiter angemeldet sein oder eine Gewerbeberechtigung als Personenbetreuer haben. 300 dieser Unternehmer sind allein heuer als Neuzugänge bei der Wirtschaftskammer verzeichnet. 15 Prozent der Jungunternehmer sind also Pflegekräfte.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
Es geht auch einfacher,es reicht...
merkenstein, vor 136 Tagen, 10 Stunden, 5 Minuten
...schon wenn man einen Minister etc... kennt.

Warum darf man zur BUWOG/Grasser/Haberer-Gfrasterei immer noch nix posten?

Was läuft ab in diesem Lande?

Sogar der Forumsoberdompteur löscht wie wild! Warumnur - warumnur!
Tatsache
keschmi, vor 136 Tagen, 11 Stunden, 28 Minuten
ist aber das jeder der sich selbständig macht, die selben Sozialabgaben zu zahlen hat, obwohl z.B. ihm keiner den Einkommensverlust im Krankheitsfall ersetzt.
Urlaubs- Weihnachstgeld, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Abvertigungen, usw. das sind alles wohl erworbene Rechte auf die die Menschen verzichten, und ausserdem kann man die WK nicht mit der AK vergleichen.
Oder kennt jemand einen Unternehmer dem die Wirtschaftskammer ein Arbeitsgerichtsverfahren bezahlt hat?

Selbständig sein ist sicher nicht schlecht, solange der finanzielle Polster gut gefüttert ist, ansonsten ist es ein schneller Weg in die Armutsfalle.
keschmi, vor 136 Tagen, 11 Stunden, 16 Minuten
Anmerkung: Man stelle sich vor, in einem Gewerbe werden übermässig viele Personen selbständig, was hat das zur Folge?
Preisdumping!
Wer seine Leistung nicht zu einem gewissen Fixbetrag zur Verfügung stellt, verliert den Auftrag an den "Billiganbieter".
Tja, der freie Markt wird's schon richten.
Der hat schon viele "gerichtet".
jossfritz, vor 136 Tagen, 11 Stunden, 5 Minuten
Zumal der sog. "freie Markt" längst alles andere als "frei" ist.

"Zwischen den Starken und den Schwachen ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit."

J.J. Rousseau
Ich kann den Worten von
feta, vor 136 Tagen, 10 Stunden, 57 Minuten
keschmi
nur hundertprozentig zustimmen. LG
spätestens nach dem 1. Geschäftsjahr
pockerer, vor 136 Tagen, 11 Stunden, 29 Minuten
hat das Finanzamt und die SVA diese KMUs
in den Ruin getrieben!
Die Umstände zwingen die Menschen ...
orfatleser, vor 136 Tagen, 11 Stunden, 44 Minuten
... vor den sich auftuenden Risiken, wie etwa nicht zahlenden Auftraggebern und Krankheit, die Augen zu schließen.
Das Spannende an der Sache ist,
asc1972, vor 136 Tagen, 12 Stunden, 36 Minuten
.... wie die Konkurse in die Höhe schnalzen werden ...
das glaub i eher nit
hedgehog80, vor 136 Tagen, 11 Stunden, 54 Minuten
es ist als frisch gegründete one-man-show total schwierig an geld zu kommen. sogar hausbauen oder wohnung kaufen kannst dir in die haare schmieren, da muss das "unternehmen" erstmal mehrere jahre erfolgreich laufen bevor die banken wieder ein paar euros rausrücken...
Weil die Ex-Arbeitslosen ja alle in Geld schwimmen,
jossfritz, vor 136 Tagen, 11 Stunden, 50 Minuten
brauchen sie keine Krdite, oder wie soll man das verstehen, hedge?
jossfritz,
feta, vor 136 Tagen, 10 Stunden, 51 Minuten
ich glaube, hedge meinte, gerade die Einmannbetriebe, vor allem die neuen, würden Kredite, sprich Geld, brauchen, um loszustartem, aber die Banken zieren sich. Mit einem Wort, kein Kredit trotz Staatszuschusses für die Banken. Ich verstehe das Ganze nicht, aber es ist so. LG
Entschuldigung,
feta, vor 136 Tagen, 10 Stunden, 48 Minuten
"loszustarten". LG
@asc meint, dass die Konkurse "florieren" werden,
jossfritz, vor 136 Tagen, 10 Stunden, 10 Minuten
hedge meint, dass das eher nicht so wäre und und ich habe gemeint, was ich geschrieben habe.
Ich meine,
feta, vor 136 Tagen, 9 Stunden, 16 Minuten
dass die Konkurse bis jetzt bereits genügend in die Höhe geschnalzt sind, hedge meinte, dass es eher keine Neugründung von Betrieben aufgrund der Finanzmisere geben wird und ich meine jetzt noch einmal, dass genug gemeint ist, wie dem auch sei. LG
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