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DI | 09.02.2010
Wahlurne (Bild: ORF)
NR-Wahl 08
So wählten die Kärntner Gemeinden
SPÖ und ÖVP haben in zahlreichen Kärntner Gemeinden die Mehrheit verloren. Die SPÖ brachte es noch in fünf Gemeinden auf den ersten Platz, die ÖVP überhaupt nur mehr in zwei. In den meisten Gemeinden hatte das BZÖ die Nase vorne.
Klagenfurt und Villach sind in der Hand des BZÖ.
Es gibt keine SPÖ-Hochburg mehr
Die Kärntner Bezirksstädte fielen samt und sonders an das BZÖ - allen voran die beiden größten Städte des Landes, Klagenfurt und Villach.

Absolute Mehrheiten gab es in sechs Kommunen, fünf davon gehören dem BZÖ, das im Oberkärntner Großkirchheim mit 51,93 Prozent den absoluten Spitzenwert erreichte.
In Lesachtal erreichte die ÖVP 53,05 Prozent der Stimmen.
ÖVP verbucht bestes Ergebnis für sich
Das landesweit beste Gemeindeergebnis einer Partei gehört allerdings dem großen Wahlverlierer ÖVP. In der Gemeinde Lesachtal, der Heimat des Nationalratsabgeordneten Gabriel Obernosterer, schafften die Schwarzen trotz Verlusten ein Resultat von 53,05 Prozent.
Die Grünen punkteten in Globasnitz, die FPÖ in Steinfeld.
Bad Eisenkappel wählte mehrheitlich SPÖ
Die SPÖ erreichte mit 46,63 Prozent ihr stärkstes Ergebnis in Bad Eisenkappel im Bezirk Völkermarkt. Den Grünen gelang ihr bestes Resultat in Globasnitz (Bezirk Völkermarkt) mit 12,47 Prozent. Die FPÖ schaffte in der Heimatgemeinde ihres Landesobmannes LAbg. Franz Schwager, Steinfeld im Drautal, ihr landesweit stärkstes Resultat mit 17,38 Prozent.
Kleinparteien zum Großteil unter der Wahrnehmungsschwelle.
Liberales Forum die erfolgreichste Kleinpartei
Das Liberale Forum, das ein Wahlbündnis mit der slowenischen Einheitsliste eingegangen war, fiel mit 1,4 Prozent durch. Da nützte auch das außerordentliche Ergebnis von 25,3 Prozent in Zell Pfarre, einer Gemeinde mit mehrheitlich slowenischsprachiger Bevölkerung, wenig.

Die beiden nur in Kärnten kandidierenden Gruppen, die Liste Stark und die Namensliste des aus der FPÖ ausgeschlossenen Mandatars Karlheinz Klement, blieben mit 0,07 bzw. 0,10 Prozent unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.
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