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DI | 09.02.2010
"Grüner Ball" (Bild: APA/Schusser)
EURO 2008
Hohe Umweltauszeichnung für EM-Stadion
Umweltminister Josef Pröll (ÖVP) hat am Freitag die Betreiber des Klagenfurter Fußballstadions und die Stadt Klagenfurt für die Umweltinvestitionen in Zusammenhang mit der Euro 08 mit dem "Grünen Ball" ausgezeichnet.
Das Wörthersee-Stadion erhielt den "Grünen Ball" für die geplante Einführung des EMAS-Umwelt-Managementsystems.
Eine Auszeichnung der besonderen Art
Der "Grüne Ball", den das Umweltministerium an all jene Institutionen und Unternehmen vergibt, die Umweltschutz- und Klimaprojekte im Zusammenhang mit der Euro 08 umsetzen, ist vollkommen PVC-frei mit einer Innenblase aus Naturkautschuk und Fairtrade - ohne Kinderarbeit - gefertigt.
EURO als große ökologische Herausforderung
Pröll gab sich - fern der Wiener Koalitionsturbulenzen - sichtlich gut gelaunt und meinte: "Die Leute werden sich denken, was tut der wahnsinnige Umweltminister jetzt bei der EURO?" Die hypothetische Frage beantwortete er dann gleich selbst: "Die Europameisterschaft ist eine große ökologische Herausforderung."

Österreich hat gemeinsam mit der Schweiz ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, um die schädlichen Umwelteinflüsse durch diese riesige Veranstaltung so gering wie möglich zu halten. Klagenfurt habe wesentliche Teile dieses Konzepts bereits umgesetzt, betonte Pröll.
Manfred Pock, Harald Scheucher, Josef Pröll (Bild: APA/Schusser)
"Solaranlagen, Mehrwegsysteme bei der Abfallbewirtschaftung, Wasserversorgung - alles das, was heute aus Sicht der Umwelt klug investiert wird, hat ja Bestand und das ist in Klagenfurt mustergültig umgesetzt" so Pröll (im Bild mit dem Geschäftsführer der Sportparkgesellschaft, Manfred Pock und Bürgermeister Harald Scheucher).
All diese Maßnahmen sollen nicht nur zur EURO, sondern nachhaltig wirken und auch in Zukunft für positive Umwelteffekte in der Fußballarena sorgen.
Pröll erwartet "Festspiele für die Umwelt"
Klagenfurt beteilige sich am EMAS - dem höchsten Zertifizierungssystem in der EU, das es für Umweltinvestitionen gibt, betonte der Minister bei der Verleihung der Auszeichnung.

"Es war immer ein Anliegen von mir als Umweltminister, dass man die Europameisterschaft nicht nur zu ökonomischen, touristischen und sportlichen Spielen macht, sondern dass es auch Festspiele für die Umwelt werden. Wir erwarten 40.000 Tonnen CO2-Ausstoß mehr durch die EURO. Das wollen wir kompensieren und das Stadion hier leistet seinen Beitrag."
Im Klagenfurter Stadion wurde zusätzlich zur Fernwärmeversorgung eine Solaranlage zur Warmwasserversorgung installiert.
Scheucher: "Es war der richtige Weg"
Für Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) sei die Umweltauszeichnung der Beweis dafür, dass die Stadt mit ihrer konsequenten Umsetzung des Umweltmanagements beim Stadionbau den richtigen Weg eingeschlagen hat, denn das Stadion wirke nicht nur durch seine "großartige Architektur", sondern bei der Errichtung seien wichtige umweltrelevante Kriterien berücksichtigt worden.
Harald Scheucher, ÖVP (Bild: ORF)
"Alle Kritiker, die ja das Stadion auch unter diesen 'umweltfeindlichen' Aspekten gesehen haben, müssen heute zur Kenntnis nehmen, dass man auf diese Dinge in hohem Maße Bedacht genommen hat", betonte Scheucher.
Erster "klimaneutraler" Fußballer Österreichs
Ausgezeichnet wurde am Freitag nicht nur das Stadion, sondern auch einer der Akteure: Der Teamspieler Martin Hiden hat ebenfalls einen "Grünen Ball" bekommen. Er ist der erste klimaneutrale Fußballer Österreichs. Das heißt, er wird CO2-Emissionen, die er durch den Energieverbrauch des täglichen Lebens, durch Autofahrten oder Flugreisen verursacht, durch Geldspenden für verschiedene Klimaschutzprojekte ausgleichen.
Martin Hiden (Bild: APA/Oczeret)
"Mit dem Ausgleich meiner persönlichen CO2-Emissionen möchte ich mein Engagement im Klimaschutz erweitern und gleichzeitig ein deutliches Signal für die junge Generation setzen. Denn jeder kann seinen Teil zum Schutz des Klimas beitragen", sagte Hiden.
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