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Wirtschaft/Umwelt |
10.02.2008 |
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Erste Biomasse-Tankstelle in Kärnten
Der überbetriebliche Maschinenring mit 7.000 Mitgliedern in Kärnten steigt jetzt in das Geschäft mit erneuerbarer Energie ein. In Feistritz/Drau ist Kärntens erste Hackschnitzel-Tankstelle eröffnet worden.
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Hunderte Kleinbauern beliefern Großkunden
Der Maschinenring ist längst mehr als gegenseitige Betriebshilfe in der Landwirtschaft. So blüht beispielsweise der genossenschaftliche Betriebszweig mit den Leiharbeitern. Jetzt will der Maschinenring auch am Geschäft mit der erneuerbaren Energie mitnaschen und hat in Feistritz/Drau Kärntens erste Biomasse-Tankstelle eröffnet.
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Waldarbeit soll für Bauern attraktiver werden
Die Idee dahinter: Hunderte Kleinbauern beliefern gemeinsam Großkunden mit Holz-Hackschnitzeln. Dadurch kann auch ein Teil des Windwurfes nach dem Sturm vom letzten Wochenende aufgearbeitet werden. Zudem gilt Biomasse als saubere Energiequelle, rund 100 Biomasse-Kraftwerke gibt es schon in Kärnten.
Holz ist nach den Sturmschäden genug auf dem Markt, in der nächsten Woche beginnt auch der Maschinenring mit der Aufarbeitung der geknickten Bäume.
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Gegründet worden war die Energiegenossenschaft im vergangenen Herbst allerdings, um die Arbeit im Wald für die Bauern wieder attraktiver zu machen, erklärte Geschäftsführer Christoph Aste.
"Die Bauern haben jetzt die Möglichkeit, mit ihrem Material Wertschöpfung zu erzielen, indem sie eben nicht nur Holz verkaufen, sondern Energie in Form von Hackschnitzel."
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Jahres-Heizenergie für 4.000 Haushalte
Um den meist als Nebenerwerbslandwirten die Arbeit im Wald zu erleichtern, hat der Maschinenring eine moderne Seilwinde gekauft, die samt Mannschaft an die Mitglieder verliehen wird. Vier Männer sind dafür angestellt worden.
Hunderte Bauern bringen das Holz auf das Gelände eines früheren Sägewerks in Feistritz, das jetzt zur ersten Biomasse-Tankstelle des Kärntner Maschinenrings umfunktioniert wurde. Hier wird das Holz zu Hackschnitzel zerkleinert.
Viele kleine Lieferungen ergeben eine Masse, mit der man - umgerechnet auf ein Jahr - 4.000 Haushalte beheizen könnte.
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Überlebensmöglichkeit auch für kleine Bauern
Von dieser Biomasse-Tankstelle werden die Hackschnitzel an die Heizwerke geliefert, erklärte Maschinenring-Obmann Josef Steiner.
"Bei solchen Mengen kann der einfache Bauer am Markt nicht konkurrieren. Über unsere Organisation können wir hingegen größere Mengen anbieten und dadurch am Markt bestehen."
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Biomasse-Heizwerk Villach als erster Kunde
Erster Großkunde, der vor knapp drei Monaten in Betrieb gegangenen Energiegenossenschaft des Maschinenrings, ist ein privates Biomasse-Heizwerk in Villach. Die hier erzeugte Energie wird in das Fernwärmenetz der Kelag eingespeist.
Genossenschaftschef Aste will "hier kein Religionsbekenntnis" abgeben, aber "in Villach haben wir es geschafft, Teile der Stadt auf Biomasseheizung umzustellen und das ist eine sinnvolle Ergänzung zum Erdgas. Eine sinnvolle Kombination von Biomasse, Erdgas und Abwärmenutzung wäre selbstverständlich auch in anderen Städten Kärntens möglich."
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Maschinenring betreibt selbst Heizanlagen
Das Ziel des Maschinenrings ist es, die Produktion von Biomasse aus dem Bauernwald in den nächsten zwei Jahren zu verdoppeln. Den Bauern soll das Einkommenssteigerungen von bis zu 15 Prozent bringen.
Einschränkend wird allerdings davor gewarnt, dass die jetzt vollen Holzlager diese Erwartung dämpfen könnten.
Um die Abnahme der Hackschnitzel zu garantieren, plant und betreibt der bäuerliche Ring zusätzlich selbst kleinere Heizanlagen - in Schulen und Gemeindeämtern.
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