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MO | 06.09.2010
Modedroge Snus (Bild: APA)
Modedroge
Erfolgreicher Schlag gegen Snus-Großhändler
In Kooperation zwischen Magistrat, Polizei und Finanzbehörde (Im Rahmen des Klagenfurter Community Policing-Projekts) ist es kürzlich gelungen, einen Großhändler der Modedroge Snus auffliegen zu lassen.
Aufgrund einer EU-Richtlinie ist das gewerbliche In-Umlauf-Bringen von Snus in der gesamten EU (mit Ausnahme von Schweden) verboten.
Ein nikotinhaltiges Aufputschmittel
Bei der Modedroge Snus handle es sich um eine Art nikotinhaltiges Aufputschmittel, das man sich hinter die Oberlippe steckt, erklärte Gabriele Odreitz-Herpe vom Community Policing Projektteam der Stadt Klagenfurt. "Die Anwendung von Snus ist nicht verboten, der Handel hingegen schon", so Odreitz-Herpe.
Die Stangen mit der Modedroge waren von dem Gastwirt aus Schweden importiert worden.
Polizei hat 109 Stangen Snus sichergestellt
Der Hinweis auf den Händler war von Schülern und Eltern gekommen, die sich bei einem Schulball an Mitglieder des Community Policing-Projektes gewandt hatten. "Bei dem Klagenfurter Händler, einem Gastwirt, wurden 109 Stangen Snus, die in einem Kühlschrank im Keller versteckt waren, sichergestellt", bestätigte Georg Pöcher von der Klagenfurter Polizei.

Die Modedrogen waren von dem Händler aus Schweden importiert worden. Den Gastwirt erwartet eine hohe Strafe. Angezeigt wurde er wegen des Verdachts der Übertretungen nach dem Tabak-, dem Jugendschutz- und dem Finanzgesetz.
Sportverbandsmitglieder werden aufgeklärt
"Dank der Vernetzung unterschiedlicher Behörden ist uns ein wichtiger Beitrag im Sinne des Jugendschutzes gelungen", so Pöcher. Odreitz-Herpe vom Community Policing Projektteam kündigte an, dass nächste Woche eine Sitzung des Teams mit Vertretern aller Kärntner Sportverbände stattfinden werde, um auf die Gefahren von Snus hinzuweisen.
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