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SA | 21.11.2009
Frühstück (Bild: APA)
"Zahlen zu wenig"
Belgische Urlauber mit Essensentzug bestraft
In der Urlaubsregion Mallnitz herrscht seit Donnerstag Aufregung über einen deutschen Hotelbetreiber. 99 Hotelgäste haben kein Frühstück bekommen, auch ihre Ski wurden eingesperrt. Die Urlauber wandten sich daraufhin an die Polizei.
Weil er "zu wenig Geld" erhielt, bestrafte der Hotelbetreiber die Gäste mit Essensentzug.
Betreiber will für 51 leere Betten kassieren
Unter "Urlaub bei Freunden" haben sich die 99 Skifahrer aus Belgien vermutlich etwas anderes vorgestellt. Im Hotel Berghof, in dem die Reisegruppe logiert, wurde ihnen am Donnerstag das Frühstück vorenthalten, keine Lunchpakete gerichtet und schließlich wurden auch noch ihre Sportgeräte weggesperrt.

Der Hotelbetreiber begründete die drastischen Maßnahmen damit, dass die Gruppe zu wenig zahle. Der belgische Reiseveranstalter will nämlich nur - wie auch vertraglich festgelegt - für jene 99 Hotelbetten bezahlen, die auch tatsächlich belegt sind. Der Hotelbetreiber will jedoch für alle 150 Betten des Hauses bezahlt werden.
Urlauber erstatteten Anzeige bei der Polizei
Damit ihr Urlaub nicht gänzlich ins Wasser fällt, haben sich die empörten Urlauber an die örtliche Polizei gewendet. Der Hotelbetreiber hat daraufhin - nachdem er die Bezahlung für die belegten 99 Betten bar kassiert hatte - vorerst zumindest den Skikeller geöffnet, damit seine Gäste wenigstens auf die Piste konnten.
Die Standpunkte sind verhärtet, eine Lösung ist derzeit nicht in Sicht.
Gemeinde befürchtet Imageverlust
Wie die verfahrene Situation gelöst werden kann, ist derzeit völlig offen. Obwohl es besagten Vertrag mit dem Reiseunternehmen gibt, in dem ausdrücklich festgehalten sein soll, dass die Bezahlung nur für die belegten Betten zu erfolgen habe, sind die Standpunkte verhärtet.

Kleiner Lichtblick: Am Freitag haben die Urlaubsgäste ihr Frühstück serviert bekommen.

In der Fremdenverkehrsgemeinde Mallnitz ist man über die Aktion bestürzt, man befürchtet wegen dieser unerfreulichen Vorkommnisse
Imageschäden.

Bei der Tourismuswirtschaft in der Region schrillen ebenfalls die Alarmglocken, handelt es sich bei dem Hotelbetreiber doch um keinen Einheimischen, sondern um einen ausländischen Unternehmer. Hotelbetreiber und Reiseveranstalter haben ihre Anwälte eingeschaltet.
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