Politiker stellten ihre Pläne für Kärnten vor

In der „Streitkultur“ in Radio Kärnten haben am Montagabend Spitzenpolitiker der Kärntner Parteien den Countdown bis zur Landtagswahl 2018 eingeleitet. Sie sollten ihre Pläne für Kärnten skizzieren.

FPÖ-Obmann, Landesrat Gernot Darmann forderte in der Diskussion unter der Leitung von ORF-Kärnten Chefredakteur Bernhard Bieche von den Regierungsparteien, für den künftigen Abbau von Lithium in Kärnten vorausschauend zu planen, damit auch Arbeitsplätze in Kärnten entstehen. Man müsse bereit sein, diese wenigen großen Chancen auch zu nutzen, Großunternehmen nach Kärnten zu bringen.

„Gespräche im Laufen“

Es gebe für den Lithiumabbau bereits die nötigen Kontakte, sagte Wirtschaftsreferent Christian Benger, Obmann der ÖVP. Wichtig sei der nächste Schritt, dass die Verarbeitung im Lavanttal stattfinden könne. Das werde vorbereitet. Wirtschaftspolitik finde im Gespräch mit den Betroffenen statt, so Benger, und nicht per Presseaussendung.

Landeshauptmann und SPÖ-Vorsitzender Peter Kaiser sagte, Kärnten werde sich dem Wettbewerb mit der Steiermark um die rund 100 Lithium-Arbeitsplätze stellen. Kaiser betonte, dass es nun darum gehe, Kärnten im Bereich der Mikroelektronik zukunftsfit zu machen. Im Bereich der angewandten Forschung sei Kärnten führend, so Kaiser. Das Bemühen gehe dahin, dass man eines der Forschungszentren „Silicon Austria“ nach Kärnten bekomme. Da laufen viele Gespräche.

Treffen mit Bürgerinitiativen geplant

Bemühen gibt es auch um Lösungen für die vom Lkw-Lärm geplagte Bevölkerung, etwa in Grafenstein oder auf dem Seeberg. Umweltreferent Rolf Holub (Grüne) will nun Anliegen von Bürgerinitiativen zweimal im Jahr vor allen Abteilungsleitern in der Regierung vortragen lassen. Er habe gelernt, dass man zusammenarbeitet, wenn man schon kein Geld habe. Man werde es so lösen können, alle Begehrlichkeiten kommen auf den Tisch, das erste Mal schon im April.

Mehr Bemühen um große Investoren forderte Landesrat Gerhard Köfer (Team Kärnten). Es gebe genug Unternehmer, die sich ansiedeln wollen. Johanna Trodt-Limpl, Obfrau des BZÖ, forderte mehr Unterstützung für Klein- und Mittelbetriebe. Sie vermisste vermehrte Unterstützung für die, die in Kärnten leben und eine Firma gründen wollen.

Einigkeit gab es im Wesentlichen auch für die geplante Abschaffung des Proporzes. Künftig soll ja die Koalition alleine regieren und die Opposition - mit mehr Rechten ausgestattet - nur im Landtag mit entscheiden. Nur die FPÖ will aus derzeitiger Sicht nicht zustimmen.

Link: