Konjunktur: Großteil glaubt an positive Zukunft

Die aktuelle Konjunkturumfrage der Arbeiterkammer brachte das beste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre. 90 Prozent der Befragten glauben an eine positive Entwicklung in ihrer Firma. Experten warnen aber vor einem Fachkräftemangel.

Die Umfrage wurde unter 240 Kärntner Betrieben durchgeführt. 52 Prozent aller ausgesendeten Umfragebögen an Kärntens Betriebe wurden wieder zurückgeschickt. 54.000 Arbeitnehmer stellten die Basis für die Statistik. Allein 40 Prozent aller befragten Betriebsräte gehen laut Statistik davon aus, dass sich die Auftragslage in den kommenden Monaten verbessern werde. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es nicht einmal zehn Prozent. Für die Arbeiterkammer ist diese Umfrage eine Bestätigung dafür, dass die Konjunktur deutlich nach oben zeige, sagte Arbeiterkammerpräsident Günther Goach.

Nur wenige erwarten Personalabbau

Eine weitere Kennzahl sei die sehr hohe Zahl der offenen Stellen. Sie würden heuer um 65 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen, so Goach. Zudem seien zehn Prozent aller Befragten der Meinung, dass sich die Auftragslage in den kommenden Monaten verschlechtern würde. 90 Prozent sind positiv gestimmt, dass es zu einer Umsatzsteigerung des Betriebes kommen werde. Nur 17 Prozent aller Befragten erwarten einen Personalabbau in naher Zukunft.

Aufschwung bringt Fachkräftemangel

AK- Wirtschaftsexperte Hans Pucker warnte davor, dass der Konjunkturaufschwung zu einem deutlichen Fachkräftemangel führen könnte. Dies sei vor allem am Bau, in den Sparten Unterhaltung, Erholung und in der Produktion von Sachgütern möglich. Sollte die Bundesbeschäftigungsinitiative für Menschen über 50 Jahre stark gekürzt werden, wie es ÖVP und FPÖ angekündigt hatten, wäre das ein großer Rückschritt warnte Goach. Die Modellregion Villach habe gezeigt, dass dort gesetzte Maßnahmen schon nach kurzer Zeit für mehr Beschäftigung bei über 50-Jährigen gesorgt hätten.